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Bürgerverein will Stadt Singen mit Solarstrom versorgen

Solarpark Beuren
Auf der orangen Fläche südlich der A98 beim Autobahnkreuz Hegau soll der durch den "Bürgerverein Beuren" geplante Solarpark entstehen. swb-Bild: Stadt Singen/ Stadtbauamt

Gründung in Beuren / Planverfahren auf der Zielgerade

Singen. Schon seit Anfang des Jahres taucht ein geplanter "Solarpark Beuren" in den Änderungen für den Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Singen auf, der unweit des geplanten Solarpark Volkertshausen an der A98 kurz nach den Autobahnkreuz Hegau entstehen soll. Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Ausschuss für Stadtplanung und Bauen gab es nun die lokalen Details für diesen Solarparkt, der eben nicht von den bisher in der Region tätigen Anbietern erstellt und betrieben werden soll, sondern durch einen neu gegründeten "Bürgerverein Beuren", wie Ortvorsteher Stephan Einsiedler in der Sitzung sagte. Der Verein lädt am Mittwoch, 7. Juli, 19 Uhr, ins "Curana" die Beurener MitbürgerInnen zu einer Informationsveranstaltung ein, bei der über den Bürgerverein und mögliche Beteiligungen an dem Projekt informiert werden soll. Die Einwohner des Ortsteils sollen hier Anteile an dem Projekt erwerben können, so Einsiedler. Dafür gibt es auch eine Kooperation mit der Sparkasse Hegau-Bodensee, die ebenfalls an der Informationsveranstaltung präsent sein werde.

Wie Stephan Einsiedler in der Sitzung sagte, gab es im Vorfeld bereits Gespräche mit der Stadt Singen über eine Abnahme des Stroms. Rechnerisch könnte die Photovoltaikanlage mit einer Kollektorfläche von rund 0,5 Hektar auf dem Grundstück von rund 1,2 Hektar, das zuletzt als sogenannte "Kurzumtriebsplantage" zur Erzeugung von Hackschnitzeln genutzt wurde, die zwischenzeitlich aber aufgegeben wurde, rund 20 Prozent des Strombedarfs der Stadt Singen für ihre Gebäude decken. Damit sieht die Stadt Singen hier auf die Möglichkeit noch intensiver bei der Deckung ihres Strombedarf auf erneuerbare und vor allem regionale Energiequellen zu setzen. Die erste Photovoltaikanlage der Region, die vor über 20 Jahren auf dem Friedrich-Wöhler-Gymnasium durch das Unternehmen "solarcomplex" erstellt wurde, liefert nach dem Auslaufen der EEG-Förderung zum Beispiel inzwischen auch Strom an die Stadt Singen.

Was die Umsetzung des Solarparks aus baurechtlicher Sicht betrifft, werden hier wenig Probleme gesehen. Das Grundstück ist durch ein Waldstück von der Autobahn abgetrennt und liegt auch höher als die Straßenverbindung. Die Photovoltaikmodule bedürfen zudem nicht einmal Fundamenten, so dass sie im Bedarfsfall "spurlos" wieder entfernt werden können. Als "festes Bauwerk" gibt es nur eine Trafostation. Der erzeugte Strom könnte in eine Überland-Versorgungsleitung eingespeist werden, die das Plangebiet tangiert.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler