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Bundesverdienstkreuz für Alfred Greis

Verdienstkreuz Greis
Stadtrat Wolfgang Müller-Fehrenbach, der Konstanzer Bundestagsabgeordnete Andreas Jung, Alfred Greis, Oberbürgermeister Uli Burchardt, Landrat Zeno Danner. swb-Bild: Stadt Konstanz

Schulpolitiker und Integrationspraktiker wird für Lebenswerk geehrt

Konstanz. Über die höchste Ehrung der Bundesrepublik Deutschland freute sich Alfred Greis: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Konstanzer für sein bürgerschaftliches Engagement und sein Wirken in der Jugend- und Bildungsarbeit mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Kürzlich hat Oberbürgermeister Uli Burchardt Alfred Greis im Beisein vom Konstanzer Bundestagsabgeordneten Andreas Jung und Landrat Zeno Danner das Verdienstkreuz am Bande überreicht.
 
„Das bürgerschaftliche Engagement von Alfred Greis verdient größten Respekt und höchste Anerkennung, weswegen die Stadt Konstanz den Vorschlag, Alfred Greis mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland auszuzeichnen, vorbehaltlos unterstützte“, sagte OB Burchardt.
 
Alfred Greis wurde am 27. April 1946 in Konstanz geboren. Schon während seiner Schulzeit engagierte er sich für junge Erwachsene als Gruppenleiter in der katholischen Jugend und als Organisator zur „offenen Jugendarbeit“ in Konstanz.  
1967 bis 1969 arbeitete er im allgemeinen Studierendenausschuss (ASTA) der Ingenieurschule Konstanz mit und war somit Wegbegleiter der Ingenieurschule zur Fachhochschule. Ab 1969 arbeitete er in der CDU als Schriftführer im Vorstand, Stadtverband und Kreis, und war Mitglied im Gemeinderat und Kreistag (1980-1984). So konnte er Schul- und Jugendthemen und die Stadtentwicklung mit der kommunalen Selbstverwaltung verbinden und demokratisches Verständnis leben und erfahren.
Von 1969 bis 1984 war er, vom Kindergarten bis hin zum Gymnasium, in der Elternarbeit als Gesamtelternbeiratsvorsitzender der Stadt Konstanz tätig. Ab 1972 nahm Alfred Greis Funktionen im Verband „Lehrer an beruflichen Schulen“ wahr. Er wurde Stellvertreter in der Region Bodensee, wobei die Zusammenarbeit mit Berufsschulen, IHK und HWK immer mehr zunahm, um alsbald das Wertebewusstsein der Bildungsarbeit im beruflichen Schulwesen weiter zu entwickeln und mit der Wirtschaft zu verknüpfen.
 
Von 1989 bis 1993 wirkte Greis als Abteilungsleiter der Berufsschule (Bautechnik, Farbe, IT, Elektro) in der Zeppelin-Gewerbeschule und war von 1993 bis 2002 Fachberater der Bautechnik. Von 1998 bis 2005 widmete er sich dem „I-Projekt Konstanz“. Hierbei wurden ca. 100 schwer vermittelbare Arbeitslose pro Jahr, vom Jugendlichen bis zum UNI-Absolventen, in Bildungseinrichtungen der Fachhochschule, der VHS, der Bildungsakademie, oder außenliegenden Lernwelten oder Firmen begleitet. Von 2002 bis 2010 war Alfred Greis Schulleiter an der Claude-Dornier-Schule in Friedrichshafen und arbeitete in der Qualitätsentwicklung Beruflicher Schulen auf RP- Ebene mit.
 
Seit 2010 baute er das Projekt „VerA“ (Verhinderung von Abbrüchen in der Ausbildung) vom Senior-Experten-Service (SES Bonn) in Südbaden und Süd-Württemberg auf. Für den Bodenseekreis und den Landkreis Konstanz koordinierte er 1:1 – Begleitungen durch Seniorinnen und Senioren, welche den Azubis zur Seite stehen (ca. 500 Fälle um den See). Seit 2015 unterstützt er zudem Geflüchtete bei ihrer Integration und Ausbildung. Hierfür arbeitet er in den Ausschüssen „Arbeit“ und „Bildung“ beim Landratsamt Konstanz und Friedrichshafen mit.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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