- Anzeige -

Corona-Soforfhilfe für ambulante Dienste

Ambulant
Eine Assistenzkraft im Einsatz. swb-Bild: Zieglersche

Aktion Mensch unterstützt "Zieglersche" bei Forbildungen

Engen. Die Ambulanten Dienste der Zieglerschen in Engen erhalten Fördermittel der Corona- Soforthilfe von Aktion Mensch für die Gewinnung und Qualifizierung von Assistenz- und Betreuungskräften. Als eines von rund 1400 Projekten bekommt der seit einem Jahr in Engen tätige soziale Dienstleister rund 2.400 Euro aus dem Corona – Soforthilfeprogramm für die Unterstützung von Menschen mit Behinderung. Auf Grund der hohen Nachfrage von Organisationen der Behindertenhilfe wurde dieses kurzfristig aufgelegte Förderprogramm von Aktion Mensch von zunächst 20 Millionen Euro auf 40 Millionen Euro aufgestockt.

Die gesundheitlichen und sozialen Folgen der Corona - Pandemie beeinträchtigen die gewohnten Alltagsstrukturen von Menschen mit Behinderung in besonderem Maße.  Die Bildungseinrichtungen und Werkstätten für Menschen mit Behinderung werden jetzt wieder geöffnet. Dennoch fallen in den bevorstehenden Ferien die üblichen Gruppenangebote im Bereich der Freizeitbetreuung weg. Damit fehlen wichtige und bewährte Entlastungsangebote für die bereits jetzt beanspruchten Familien. Auch junge Erwachsene und selbstständig lebende Menschen mit Behinderung benötigen zusätzliche Unterstützungsangebote zur Bewältigung Ihres Alltags und zur Gestaltung ihrer Freizeit.

Mit den Mitteln der Corona - Soforthilfe werden die Gebühren für Hygieneschulungen und Führungszeugnisse für die zukünftigen Assistenzkräfte finanziert. Die 30 Stunden umfassende Schulung zur Vorbereitung auf den Umgang mit geistig und körperlich behinderten Menschen und ihren Angehörigen ist kostenlos.

Für ihr bürgerschaftliches Engagement erhalten die Assistenz- und Betreuungskräfte eine Aufwandsentschädigung. Die vielseitigen Aufgaben liegen vor allem im Bereich der Freizeitgestaltung: Ausflüge, der Besuch von Kulturveranstaltungen und Stadtbummel sind ebenso möglich wie Fahrdienste oder lebenspraktische Hilfen beim Lernen oder Fahrrad reparieren. Die Finanzierung der Einsätze erfolgt über die Pflegekasse oder andere Leistungsträger.

Bei ihrem Projektantrag dachte Ina Klietz, die pädagogische Mitarbeiterin der Ambulanten Dienste in Engen, jedoch nicht nur an die Probleme der Menschen mit Behinderung und ihrer Familien. In der aktuellen Krisensituation könnte diese kurzfristige Qualifizierung für den Einsatz in der Behindertenhilfe auch eine Chance für Kurzarbeitende und Arbeitslose sein, ihre soziale Situation zu verbessern und neue berufliche Perspektiven zu entwickeln. „Corona-Helden werden auch nach der Krise gebraucht“, erklärt Ina Klietz. Sie hofft, dass einige der zunächst stundenweise eingesetzten Assistenzkräfte langfristig in der Arbeit und Unterstützung von Menschen mit Behinderung tätig werden. Als Koordinatorin nimmt sie auch die Aufträge von Hilfesuchenden entgegen und vermittelt bedarfsgerecht qualifizierte Kräfte. 

Die Schulung findet an zwei Nachmittagen pro Woche in den Räumen der Ambulanten Dienste in Engen statt. Der erste Kurs startet am 22. Juni. Interessierte berät Ina Klietz gern persönlich unter 07733 - 996 1370 oder unter klietz.ina@zieglersche.de

Wochenblatt @: Oliver Fiedler