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Das kleine Montessori-Paradies feiert Richtfest

Montessori Kinderhaus
Nahmen das Montessori-Kinderhaus beim Richtfest genaustens unter die Lupe: Bürgermeisterin Monika Laule, Katharina Schreiber, Vorsitzende des Montessori-Vereins, Leiterin Judith Keller, Arnulf Heidegger, Petra Bialoncig, Christine-Luise Bihler, Karl Steidle (alle Messmer-Stiftung) und Martin Leiz.swb-Bild: gü

Kinderhaus schreitet zügig voran / Kosten bei 2,5 Millionen Euro

Radolfzell. Auch nach dem Ableben des Stifterehepaares Erika und Werner Messmers wird die »Messmer«-Stiftung auch in Zukunft weiter Gutes tun und zahlreiche soziale, integrative und karitative Einrichtungen, Projekte und Institutionen finanziell unterstützen. Dies wurde beim Richtfest des neuen Montessori-Kinderhauses am vergangenen Freitag deutlich. Denn auch dieses Bauvorhaben wird von der »Messmer«-Stiftung finanziert. Architekt Thomas Kauter und Petra Bialoncig aus dem Stiftungsvorstand bezifferten die Baukosten auf rund 2,5 Millionen Euro. »Ohne die Stiftung wäre dieses Bauvorhaben nicht möglich gewesen«, erklärte Katharina Schreiber, Vorsitzende des Montessori-Vereins in Radolfzell, gegenüber dem WOCHENBLATT. Sie sei froh darüber, dass die zehnjährige Grundstücksodyssee mit dem Standort in unmittelbarer Nachbarschaft zur Sonnenraingrundschule im vergangenen Jahr endlich eine Ende gefunden habe.
Das die Sonnenraingrundschule als »Nachbar« ideal sei, liegt für Schreiber auf der Hand: Seit 2001 gibt es an der Sonnenrainschule zwei altersgemischte Montessori-Klassen. Damit schließe sich für den Montessori-Verein ein Kreis. »Wir haben lange für dieses Projekt gekämpft. Das neue Kinderhaus wird für die benachbarten Klassen eine gute Grundbasis darstellen«, sagte Schreiber beim Spatenstich. Auch Bürgermeisterin Monika Laule zeigte sich beim Richtfest erfreut darüber, dass der Montessori-Verein am Ende doch noch fündig wurde. »Der Standort ist die bestmögliche Lösung gewesen. Die nähe Montessori-Kindergarten passt perfekt«, betonte Bürgermeisterin Laule. Sie sei sich sicher, dass sich junge Familien auch durch das stetig steigende Angebot in der Kinderbetreuung bewusst dafür entscheiden, wieder mehr Kinder zu bekommen. »
Die Stadt wird aber auch weiterhin ihr Angebot ausbauen müssen - das zeichnet sich schon jetzt ab«, betonte Laule weiter. Das Kinderhaus selbst bezeichnete Radolfzells Bürgermeisterin als »echtes Paradies für Kinder«, auf das alle Beteiligten stolz sein können.
Dieses Kinderhaus soll eine Einrichtung werden, von der alle Generationen profitieren«, betonte Stiftungsrat Karl Steidle. Für die Stiftung sei der Bau eines Kinderhauses indes kein Neuland. Bereits 1995 habe man erfolgreich den Werner-Messmer-Kindergarten gebaut. 45 Kinder im Alter bis sieben Jahre sollen nach der Fertigstellung des Vorhabens im Kinderhaus betreut werden. Dafür werden etwa 15 Erzieherinnen in zwei Kindergarten- und einer Krippengruppe sorgen. Wie Architekt Kauter beim Spatenstich erklärte, rechne er mit einer Bauzeit von rund 18 Monaten und einer Fertigstellung Mitte 2018.
Das Montessori-Kinderhaus ist nach dem Kinderhaus in Möggingen das zweite größere Kinderhaus, das in der jüngsten Vergangenheit realisiert wurde. Rund 3,6 Millionen Euro hat das Projekt in Möggingen gekostet. Über 90 Kinder werden hier betreut werden.

Wochenblatt Redakteur @: Matthias Güntert