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Das Museum arbeitet im Hintergrund an der nächsten Schau

MAC ISO
Ob die Eröffnungsausstellung des MAC noch einmal zugänglich sein wird wegen der aktuellen Corona-Verfügung, ist derzeit noch fraglich. Unterdessen wird bereits die Nachfolgeausstellung vorbereitet. swb-Bild: of/Archiv

Besondere Belastung für das private Museum Art & Cars durch die Schleßung

Singen. Die Entscheidung am 13. März, im Landkreis alle Veranstaltungen abzusagen, unabhängig von der Besucherzahl, kam für das Museum Art Cars in dieser Geschwindigkeit genauso überraschend, zumal für diesen Abend noch eine Vernissage angesetzt war in den Räumen des MAC1.

Weil der Raum Teil des Restaurants im MAC war, konnte zwar die Vernissage mit Arbeiten von Petra Harder und Magdalena Oppelt in Abstimmung mit der Stadt noch durchgeführt werden, doch am Wochenende musste auch das MAC heruntergefahren werden. Allerdings mit einer Menge Stress für das Team. »Gerade die Skylounge« im neuen MAC2 hat sich sehr gut als Raum für Veranstaltungen von Unternehmen, für  Feiern oder andere Events etabliert. Zum Teil mussten die Veranstaltungen gleich abgesagt werden, zum Teil hatten die Nutzer auch schon selbst ihre Veranstaltungen gestrichen. Es waren Veranstaltungen mit über 2.000 Gästen gewesen«, so Gabriela Unbehaun-Maier im Gespräch mit dem WOCHENBLATT. Mit der Schließung war gleich der Übergang in Kurzarbeit für die angestellten Mitarbeiter verbunden gewesen, die geringfügigen Arbeitsverhältnisse mit den Aushilfen, die hier stundenweise tätig sind, mussten erst mal ausgesetzt werden.

»Als private Betreiber eines Museums trifft und die Schließung natürlich hart«, macht Gabriela Unbehaun-Maier deutlich, die mit ihrem Mann Hermann Maier die beiden Museumsgebäude erbaut hatte und hier eigentlich ehrenamtlich im Einsatz sind. »Im Gegensatz zu kommunalen Einrichtungen, hinter denen eine Stadt mit ihrer Subvention steht die Einrichtung am Leben erhält, bekommt unser Museum nur einen kleinen Zuschuss für die Südwestdeutsche Kunststiftung, die um MAC1 beheimatet ist«, sagt sie. Und jetzt fehlen natürlich erst mal sämtliche Einnahmen aus Eintritten, aus der Vermietung der Räume wie für das Restaurant. Kosten laufen weiter, für die Heizung, Sicherung des Gebäudes und vieles mehr.

Stillstand bedeutet die Zwangspause freilich keineswegs. Die große Eröffnungsausstellung  im MAC2 wird im späten Frühjahr enden müssen, weil die Leihgeber der edlen Wagen, die für ein sehr starkes Echo unter Automobilfans sorgten, nach einem Jahr natürlich ihre wertvollen Lieblinge wieder zurück haben wollen. "Die Nachfolgeausstellung ist schon voll in der Planung, denn wir haben dafür das Angebot bekommen, eine erstklassige Sammlung von Oldtimern aus den 1930er Jahren zu übernehmen, die wir hier natürlich sehr gerne vorstellen wollen«, verrät Gabriela Maier.

Ob diese neue Schau noch vor dem Sommerferien oder aber erst auf den Herbst hin eröffnet wird, sei allerdings noch offen, weil auch abhängig davon, wann Museen wieder öffnen können. Die aktuelle Sperre gilt ja erstmal bis zum 19. April, dem Sonntag nach Ostern, freilich mit dem Zusatz, dass diese verlängert wird, wenn sich die Situation bis dahin nicht entscheidend verbessert hat.

Auch die Zeit für die Ausstellung »California Abstract« mit Arbeiten der Bienale-Stars Laddie John Dill und Todd Williamson aus Los Angeles läuft langsam ab. Hier sei eine Ausstellung mit bisher kaum gezeigten Schätzen aus dem Bestand der Südwestdeutschen Kunststiftung in Vorbereitung, so Gabriela Unbehaun-Maier.

Wie es nach dieser Zeit des Corona-Daheimbleibens weiter geht, und ob die Besucher hier am Anfang noch zurückhaltend sind, was solche öffentlichen Räume betrifft, vermag derzeit noch keiner sagen.

Aktuelle Informationen gibt es unter www.museum-art-cars.com 

Wochenblatt @: Oliver Fiedler