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Der Taktstock darf nicht ruhen

Stadtmusik Stockach
Keine leisen Töne: Auch nach dem Erfolg beim Verbandsmusikfest in Singen wollen Sieglinde Hubov, Stadtmusikdirektor Helmut Hubov und Bürgermeister Rainer Stolz musikalisch weiterhin auf die Pauke hauen.swb-Bild: sw

Stadtmusik Stockach mit neuer Kraft und neuen Plänen

 

Raum Stockach. Nach dem Konzert ist vor dem Konzert. Der Erfolg beim Verbandsmusikfest Anfang Juni in Singen mit dem sehr guten Abschneiden der Stadtmusik sowie der Musikschule Stockach mit Gruppenspiel, Schulorchester und Jugendblasorchester ist für Stadtmusikdirektor Helmut Hubov kein Grund, den Dirigentenstab weniger bestimmt und energisch zu schwingen. Verschiedene Auftritte etwa in der französischen Partnerstadt La Roche sur Foron oder im Jahr 2020 zusammen mit US-amerikanischen Musikern sind geplant, und Ehefrau Sieglinde Hubov wird als ausgebildete Musiklehrerin künftig auf 450-Euro-Basis für und in der Musikschule in der Pfarrstraße tätig sein. 

 

»Früh übt sich, was ein engagierter Musiker werden will«, davon ist Sieglinde Hubov in ihrem tiefsten Innern überzeugt. Darum bietet sie seit langem den Musikgarten zur musikalischen Früherziehung der Jüngsten an. Denn, so erklärt sie im Pressegespräch, die Musikschule mit ihren 350 bis 400 Zöglingen sei die Talentschmiede, aus der später die Könner für die Stadtmusik rekrutiert werden. Bisher war sie in diesem Bereich auch in Radolfzell tätig gewesen, doch nun möchte sie ihre Kräfte lokal bündeln und binden. Darum, so Sieglinde Hubov im Pressegespräch, hat sie nach 19 Jahren in der Zeller Musikschule gekündigt und wird sich stattdessen ab 1. August verstärkt in Stockach einbringen. Neben dem weiterhin von ihr angebotenen Musikgarten möchte sie sich auf Minijob-Basis um die Betreuung der Kinder und die Beratung der Eltern etwa bei der Wahl des richtigen Musikinstrumentes, des passenden Lehrers oder des geeigneten Ausbildungsgangs kümmern. Denn, so Bürgermeister Rainer Stolz, sie sei die »Seele der Musikschule« Stockach, und das werde nun anerkannt. 

 

Eine funktionierende Musikschule garantiert den Nachwuchs für die Stadtmusik mit ihren 87 aktiven Musikern. Davon ist auch Helmut Hubov überzeugt, der mit seinem Ensemble viel vorhat. In der Pipeline sind Auftritte beim Stockacher Sommerabend mit dem Jugendblasorchester auf dem Gustav-Hammer-Platz am Samstag, 13. Juli, und nach der Messe »Stabat Mater«, eher »etwas für Insider«, möchte er am Sonntag, 4. November, in der Jahnhalle mit der eingängigen, geschmeidigen Carmina Burana verzaubern. Der Auftritt erfolgt zusammen mit der Stadtharmonie Winterthur-Töss, und dieses musikalische schweizerisch-stockacherische Teamwork wird am Samstag, 3. November, zunächst zwei Mal in Winterthur zu hören sein, bevor es am Sonntag weiter nach Stockach geht. Auch die Stadt Singen habe Interesse an einem Auftritt in ihren Mauern gehabt, doch diese Anfrage, so Helmut Hubov, habe er abgelehnt: Wenn die Singener die Stadtmusik Stockach hören wollten, sollten sie bitte nach Stockach kommen. 

 

In die französische Partnerstadt La Roche allerdings reist die Stadtmusik: Dort wird sie am Wochenende vom 10. und 11. November an den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Ende des Ersten Weltkriegs teilnehmen und zusammen mit französischen Musikern einen Auftritt haben. Und Helmut Hubov plant schon bis 2020 vor: Dann wird ein US-amerikanisches Orchester in Stockach zu hören sein – der Gegenbesuch, nach dem Auftritt der Stadtmusik in der Carnegie Hall in New York mit der Welturaufführung des Stücks »Vox Populi (Volkes Stimme)«. Nach dem Konzert ist vor dem Konzert.

Wochenblatt Redakteur @: Simone Weiß