- Anzeige -

Der Weg zu Ausbildungsprämie ist endlich frei

Symbolbild
Symbolbild Arbeitsagentur
QR Prämie
Der direkte Zugang zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ geht einfach und unkompliziert per QR-Code.

Arbeitsagentur hat Abwicklung übernommen / Anträge mit »wenigen Clicks« verfügbar

Kreis Konstanz. Ab sofort können Ausbildungsbetriebe mit wenig Aufwand prüfen, ob sie die Voraussetzungen für die Ausbildungsprämie erfüllen und diese beantragen. Unter der Adresse www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern bietet die Arbeitsagentur die notwendigen Informationen und die Antragsformulare nun zum Download an, wurde aktuell informiert.

Die Folgen der Corona-Pandemie machen es derzeit vielen Betrieben schwerer, junge Menschen auszubilden. Daher hat die Bundesregierung das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beschlossen. „Die Ausbildungsprämien sollen Betrieben helfen, die Auswirkungen der Corona Krise auf dem Ausbildungsmarkt besser zu bewältigen“, erläutert Jutta Driesch, Chefin der Arbeitsagentur Konstanz-Ravensburg.

Die Ausbildungsprämie war schon Anfang Juni beschlossen und angekündigt worden, bis zur Umsetzung wurde es nun aber Anfang August durch die notwendigen Beschlüsse und auch die Regelung der Abwicklung. Die lange Phase der Unklarheit sorgte für manche Kritik zumal auch in Baden-Württemberg das Ausbildungsjahr ja zum 1. September beginnt.

 

Handwerkskammer sieht zur hohe Hürden

Wir sind froh, dass die konkreten Förderrichtlinien nun da sind und Anträge gestellt werden können. Jetzt wissen die Betriebe, woran sie sind,“ sagt Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz. Aus Rottlers Sicht sei es nun wichtig, Betriebe und Ausbildungsinteressierte schnell zusammenzubringen, um gemeinsam in das neue Ausbildungsjahr zu starten. „Die Handwerkskammer hilft hier gerne weiter und bietet mit ihrer Online-Ausbildungsbörse auf der eigenen Website auch eine nützliche Plattform für beide Seiten“, so Rottler.

Der Kammerpräsident geht davon aus, dass nur wenige Betriebe in den Genuss der Ausbildungsprämie kommen werden, da die Hürden hoch seien. „Jeder Betrieb muss genau prüfen, ob der Grad der Betroffenheit ausreicht, um überhaupt antragsberechtig zu sein“, so Rottler. Zudem müssten die Betriebe mindestens so viele Ausbildungsplätze anbieten wie in den Vorjahren.

„Ich bin der Meinung, dass man Ausbildungsbetriebe nicht nur in der Not unterstützen sollte. Es kostet sehr viel Zeit, Kraft und Geld, einen jungen Menschen fachlich im laufenden Betrieb zu qualifizieren. Wir machen das auch gern. Aber ein genereller Zuschuss wäre ein Zeichen der Wertschätzung, würde die Betriebe in Sachen Ausbildung bei der Stange halten und somit die Zukunft unseres dualen Ausbildungssystems sichern. Und darum beneiden uns schließlich alle,“ so Rottler weiter.

 

Die Prämien sind an bestimmte Voraussetzungen gebunden:

Gefördert werden kleine und mittelständische Unternehmen, die – obwohl von der Corona Krise stark getroffen – ihr Ausbildungsniveau halten bzw. erhöhen und Ausbildungsverhältnisse zwischen dem 01. August 2020 und dem 15. Februar 2021 beginnen. Der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ist dabei nicht relevant. Dies gilt auch für Ausbildungsverträge, die bereits im letzten Jahr abgeschlossen wurden. Entscheidend ist ausschließlich der Beginn der Berufsausbildung. Die Prämie erhalten Betriebe, sobald die Probezeit erfolgreich abgeschlossen ist.

„Wir wollen jungen Menschen eine berufliche Perspektive bieten. Die Ausbildung ist der erste Baustein im beruflichen Lebensweg, dem hoffentlich noch viele weitere folgen werden“, so Jutta Driesch. „Ausbildungsplätze stehen in großer Zahl zur Verfügung. Die jungen Menschen, die jetzt Initiative zeigen und einen Ausbildungsplatz suchen, stehen in wenigen Jahren als Fachkräfte zur Verfügung.“

Regionaler Ansprechpartner für interessierte Betriebe ist der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit. Tel: 0800 4 5555 20.

Auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit können sich Unternehmen über die Voraussetzungen und die Beantragung der Förderung informieren. Hier finden Interessierte nicht nur Informationen zum Programm, sondern auch alle Antragsformulare sowie Vordrucke der zuständigen Kammern und Ausfüllhilfen für die Anträge.

Unternehmen können laut der Mitteilung nun mit wenigen Klicks prüfen, ob diese Förderung oder weitere Förderungen im Rahmen des Bundesprogramms für sie in Frage kommen.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler