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Die Heimattage kommen nach Hause

Heimattage Radolfzell
Martin Aichem, Birgit von Glan, Hermann Leiz, Ralf Mayer, Martin Staab, Jürgen Aichelmann und Christine Braun wollen mit den Ortsteilprojekten an die großen Erfolge aus 2017, wie das Lebendschachspiel anknüpfen. swb-Bild: dh

Programm soll durch Ortsteilprojekte bereichert werden

Radolfzell. Sie gehörten mit zu den Highlights des 750-jährigen Stadtjubiläums von Radolfzell: Die vielfältigen Ortsteilprojekte, die sehr großen Anklang bei der Radolfzeller Bevölkerung fanden. Deshalb soll es nun eine neue Auflage des Erfolgsrezepts geben. Anlass sind die Baden-Württembergischen Heimattage, die 2021 in Radolfzell stattfinden werden. »Wir sind dann Gastgeber für das gesamte Land«, betonte Oberbürgermeister Martin Staab bei einem Pressegespräch zu den Ortsteilprojekten.

Die Heimattage fanden erstmals 1978 in Konstanz statt und reisen seither durch die Städte im Ländle. Am See waren sie seit ihrer Gründung nicht mehr. »Das wird also eine Art Heimattage coming home«, freut sich Staab.
Die Heimattage wollen das Verständnis für Heimat vertiefen und das »Wir-Gefühl« der Menschen in Baden-Württemberg stärken. So lag es für die Organisatoren um Christine Braun nahe, im Sinne des Wir-Gefühls innerhalb von Radolfzell auch die Ortsteile in besonderer Weise in die Feiern mit einzubeziehen.

Kreative Ideen erwünscht

Nun ist es an den kreativen Köpfen, in den Ortsteilen sich über konkrete Projekte Gedanken zu machen. Pro Ortsteil stellt die Stadtverwaltung 10.000 Euro zur Verfügung, mit denen bis zu zwei Projekte pro Ortsteil gefördert werden können. »Wir haben dafür gewisse Richtlinien aufgestellt, diese sind aber so einfach wie möglich gehalten«, erklärt Birgit von Glan, die bei der Stadtverwaltung für Stadtentwicklung, Bürgerbeteiligung und Demografie zuständig ist. Im Wesentlichen geht es vor allem darum, dass sich die Projekte an den drei Themenschwerpunkten Brauchtum (Trachten, Dialekt, Stadtgeschichte), Natur (Bodensee, Landschaft, Vogelkunde) oder Musikstadt Radolfzell orientieren.

Ein Arbeitskreis prüft die eingereichten Anträge formell und gibt sie dann weiter an die Ortschaftsräte. Diese treffen dann im November die Entscheidung darüber, welche Projekte gefördert werden sollen.
Einige Ideen sind bereits im Umlauf, wie ein Teil der Ortsvorsteher durchblicken ließ. So soll es in Möggingen wieder ein Musical geben, die Musikstadt Radolfzell könnte in Liggeringen im Fokus stehen und auch das Thema Landwirtschaft ist für die Ortsteile interessant, wie das Jürgen Aichelmann und Martin Aichem beim Pressegespräch deutlich machten.

Konkrete Ideen braucht es aber vielerorts noch. Deshalb sind alle Ortsteilbewohner aufgerufen ihre Kreativität mit einzubringen, betonen die Organisatoren. Die Frist, innerhalb derer Bürger eine Projektbewerbung einreichen können, läuft bis 31. Oktober. Für Fragen und Auskünfte steht Birgit von Glan telefonisch unter 07732/81-116 oder per Mail an birgit.vonGlan(at)radolfzell.de zur Verfügung.
Weitere Infos gibt es außerdem unter: www.radolfzell.de/buergerbeteiligung oder unter: www.heimattage-radolfzell.de.

Wochenblatt Redakteur @: Dominique Hahn