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Die Landwirte besser wahrnehmbar machen

BLHV Leichenauer
Bei der ernennung zur Ehrenvorsitzenden des BLHV Kreisverbands Konstanz. BLHV-Vizepräsident Bernhard Bolkart, Agnes und Peter Graf mit dem neuen Kreisvorsitzenden Stefan Leichenauer. swb-Bild: of

Stefan Leichenauer wird neuer Vorsitzender des BLHV-Kreisverbands

Engen-Welschingen. Nach über eineinhalb Jahren in digitalen Treffen aufgrund der Kontaktbeschränkungen konnte der Kreisverband Konstanz des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands (BLHV) endlich seine wichtige Wahlversammlung im "Bären" in Welschingen durchführen.

Denn es gab einen wichtigen Wachwechsel zu vollziehen. Nach erreichen der Altersgrenze stellte der langährige Kreisvorsitzende Peter Graf, der vor 20 Jahren kurzfristig das Amt nach dem überraschenden Tod des damaligen Vorsitzenden Ekkehard Löhle übernehmen müssten und seit 2003 auch im Präsidium des Südbadischen BLHV vertreten war, 2018 gar zum Vizepräsidenten aufstieg, sein Amt zur Verfügung.
Zu seinem Nachfolger wurde von den Anwesenden der Versammlung einstimmig Stefan Leichenauer aus Tengen-Uttenhofen gewählt, der seine Wahl mit dem Aufruf verband, dass sich die Landwirte mehr Gehör und auch Beachtung verschaffen müssten, gerade in den aktuell schweren Zeiten. Leichenauer selbst hatte sich vor drei Jahren erst mal aus der Verbandsarbeit verabschiedet und kehrte nun mit neuer Energie zurück.
Bei den weiteren Wahlen, sie wurden von Philipp Gärtner als erstem Landesbeamten im Landkreis gekeitet, wurden Volker Riede aus Hilzingen und Alexander Schlenker (Rielasingen-Worblingen) als Stellvertreter gewählt. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Martin Aichem (Güttingen), Andreas Brendle (Engen), Georg Völlinger (Welschingen), David Müller (Kaltbrunn), Ferdinand Nutz (Watterdingen), Johannes Blum (Reichenau), Christian Bölle (Hausen an der Aach), Simon Weber (Gaienhofen) und Mario Glaser (Moos), der auch als Delegierter für die Wahl des neuen Präsidenten des BLHV Südbaden im November auserkoren wurde.

Neue Strukturen geschaffen

Peter Graf selbst blickte zu seinem Abschied auf das Zurück, was man für den Verband in den letzten Jahren erreichen konnte. Die neue Geschäftsstelle in Stockach, die eine Klammer für gleicht drei Kreisverbände bilde, die neue Geschäfsstelle in Tiengen, die man durch ergänzenden Wohnbau auch auf ein gutes wirtschaftliches Fundament gestellt werden konnte und natürlich die neue BLVH.Zentrale in Freiburg außerhalb der Innenstadt mit dem hölzernen »Haus der Bauern« sieht er ein Stück weit schon auch als seine Kinder an. Damit habe sich der Verband gut aufgestellt um damit die Landwirtschaft vor Ort unterstützen zu können. Dass sich in den Jahren sie Struktur der Landwirtschaft stark verändert hat, macht alleine die Verringerung der Ortsvereine deutlich, die in den letzten 12 Jahren von 70 auf 52 zurückging und weiter zurückgehen werde, ergänzte Geschäftsführer Holger Stich in der Versammlung. Derzeit hat der Kreisverband 781 Mitglieder.
Trotz der Wichtigkeit der Verbandsarbeit habe er da schon öfters ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn der den Hof zurückgelassen habe um zu den vielen Gremiensitzungen nach Freiburg zu fahren, gestand er. Nun aber sei er 65 geworden und auch seit September Renter, und da seien die Regeln des Verbands auch klar gesetzt, dass dann die Wiederwahl nicht mehr möglich sei. »Man muss auch mal Abschied nehmen«, meinte er bewegt. Gelobt wurde er an diesem Abend immer wieder als »Authentischer Bauer mit Mut zu klaren Worten.«

Viele Herausforderungen

Dass die Landwirtschaft schon mittendrin in vielen aktuellen Herausforderungen steht, machten Bernahrd Bolkart als Vetreter des Verbandspräsidiums wie der neu gewählte Stefan Leicheinauer deutlich. Digitialisierung, die Auswirkungen der neuen Mindeslöhne auf den Einsatz der Erntehelber und damit die Lebensmittelpreise, die Auswirkungen der neuen Regeln nach den Kompromissen in Folge des des Volksbegehrens „Pro Bieneq, die harte Auswirkungen auf den Höri-Gemüsebau oder auch die Landwirtschaft auf dem Bodanrück haben und derzeit nur über Härtefallregeln gedämpft würden, die seit der RotGrün-Regierung im Land gesetzten Ungleichbehandlung von großen und kleinen Höfen, die Förderung von Junglandwirten. »Wir müssen uns besser darstellen, auch als Kuturträger unterstrich Stefan Leichenauer zum Start in seine dreijährige Amtszeit. Wichtig sei eine gute Verbindung zu den VerbraucherInnen.
Er wünschte sich auch mehr offene Türen im Landratsamt für Gespräche, was im Philipp Gärtner als Vertreter des Landkreises hier zu.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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