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Die Perlen an der Hegauer Aach aufpolieren

Tourismus-Leitbild Aach
Idylle pur: Die Aachquelle ist das wichtigste touristische Alleinstellungsmerkmal von Aach. swb-BIld: mu

Neues Tourismuskonzept soll die Stadtentwicklung voranbringen

Aach. Sie hat große Ziele, die »kleine Stadt an der großen Quelle«. Mit einem durchdachten, verträglichen Konzept soll der Tourismus in Aach angekurbelt, die (noch verborgenen) Schätze aufpoliert und mit Leben gefüllt werden.
Leuchtturm des Aacher Tourismuskonzeptes bleibt natürlich die idyllische Aachquelle. Doch Bürgermeister Manfred Ossola wie dem Gemeinderat ist klar: Verstaubte Idylle reicht heute nicht mehr aus um Besucher anzulocken. Deshalb soll der kleinen Stadt eine Auffrischungskur verordnet werden, die gleichzeitig zur Stadtentwicklung beiträgt. Im Zuge der Ortskernsanierung, die im Jahr 2021 abgeschlossen sein wird, sollen neben der Quelle auch der Mühlenplatz im Herzen der Stadt mit dem Aachkanal erlebbar gemacht werden und das Roth-Areal zur touristischen Weiterentwicklung beitragen.
Diese aneinander gereihten »Hotspots« entlang der Hegauer Aach seien vergleichbar mit einer Perlenketten, erklärte der Bürgermeister. Ergänzt durch eine Altstadt mit reicher Historie und eingebettet in die reizvolle Hegaulandschaft mit Wander- und Radrouten sind beste Voraussetzungen gegeben, um mehr Besucher in die kleine Hegaustadt zu locken.
Doch die Rahmenbedingungen allein reichen nicht aus. Die Stadt muss sich nicht nur mit frischen Fassaden und blühendem Blumenschmuck schick herausputzen. Sie soll mit pulsierendem Leben gefüllt werden und inspirierende Impulse setzen, sind sich die Verantwortlichen einig.
Das wiederum erfordert neben der städtischen Organisation auch viel Engagement ihrer Bürger und Vereine.
Neben der neu gestalteten Ortsmitte mit Parkkonzept sollen die Ortseingänge aufgewertet werden, eine Beschilderungssystem soll den Touristen eine Orientierungshilfe geben, Rundwege die Punkte verbinden und die Rad- und Wanderwege quer durch die Vulkanlandschaft erweitert und mit Themenwege ergänzt werden. In der Altstadt möchte man bei allem touristischem Anspruch den beschaulichen Charme bewahren. Dort sind neben der St. Nikolauskirche kulturelle Angeboten, Führungen und eine Einkehr in historische Gemäuer angedacht, ergänzt von der einzigartigen Aussicht über die weite Hegaulandschaft.
Auf dem Roth-Areal sieht das Leitbild eine mögliche Nutzung für Gastronomie, Tagungen, Feiern und Kleinkunst besonders im Sägereigebäude vor, das die Mühlengeschichte der Stadt widerspiegelt. Ein Projekt, das auch für einen Investor interessant sein könnte, ist Manfred Ossola überzeugt.
Eine wichtige Rolle um ganzjährig eine höhere Besucherfrequenz zu erreichen spielen die Gastronomie und die Beherbergung. Angedacht sind dafür Airbnb, Bed&Breakfast und die Umnutzung bestehender Gebäude in Hotels oder Hostels. Allerdings, so der Bürgermeister, sollen keine Touristenströme die kleine Stadt erdrücken, sondern sie auch für die Aacher Bürger vitaler und lebenswerter machen.
Für die Umsetzung des neuen touristischen Leitbilds wird ein »Kümmerer-Kreis« mit Bürgern und Vertretern der Gastronomie, Vereine und Kultur unter Leitung der Stadtverwaltung geschaffen, da wichtige Vorhaben und deren Finanzierung eng mit der Stadt verbunden sind.
Um das touristische Potenzial von Aach publik zumachen ist ein zeitgemäßes Marketing über Internet und Smartphone vorgesehen, sowie die Zusammenarbeit mit den touristischen Partnern wieder Regio Konstanz-Bodensee-Hegau und dem Donaubergland.
Den Anfang macht bereits die neu gestaltete Homepage, auf der die »Aacher Perlen« mit sehenswerten Bildern aufgezeigt werden und Lust auf Entdeckungen machen.

Wochenblatt Redakteur @: Ute Mucha