- Anzeige -

Die Unsicherheit wuchs in der Corona-Krise

Jugendumfrage
Recht detaillierte Einblicke in die Seelenlage Jugendlicher bietet das Ergebnis der Umfrage durch die Jugendarbeit in Konstanz in diesem Frühjahr. swb-Bild: Stadt Konstanz

Ergebnisse der Umfrage unter Jugendlichen in Konstanz veröffentlicht

Konstanz. Den MitarbeiterInnen der Offenen Kinder und Jugendarbeit in Konstanz mangelte es im ersten Jahr der Pandemie an Informationen, welche Auswirkun­gen die Corona-Maßnahmen auf das Leben der Jugendlichen hatten und wie es ihnen im Lockdown er­gangen ist. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee einer Online-Um­frage unter den 12- bis 25-Jährigen in Konstanz und Umgebung. 1064 Jugendliche haben vom 15. März bis zum 12. April 2021 daran teil­genommen. Die Ergebnisse wurden am 14. Juli dem Jugendhilfeaus­schuss vorgestellt.

Die Ergebnisse zeigen: Insgesamt sind die Jugendlichen seit dem Be­ginn der Corona-Pandemie unsiche­rer geworden. 68 Prozent von 930 Jugendlichen gaben an, sich um ihre Zukunft und um die Gesundheit ih­rer Familie und Freunde zu sorgen.

Die Frage, wie es ihnen im Lock­down geht, haben die 1039 Teilneh­menden sehr unterschiedlich beant­wortet. Von 1 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) waren alle Werte vertre­ten. Von 913 Jugendlichen gaben 41 Prozent an, unsicher in ihre Zukunft blicken. Zudem finden 76 Prozent von 909 Befragten, dass die Politik die Bedürfnisse junger Menschen nicht ausreichend berücksichtigt.

Mit der Online-Schule (Schule, Be­rufsschule, Studium) kamen 21 Pro­zent von 936 Teilnehmenden gut zu­recht – 11 Prozent überhaupt nicht, der Rest zum Teil.

Besonders starke Veränderungen gab es im Bereich Freundschaften. 78 Prozent der 946 Teilnehmenden ga­ben an, dass sich der Kontakt zu ihren FreundInnen verändert habe. Viele trafen ihre FreundInnen seltener und hielten auch weniger Kontakt.
Die detaillierten Ergebnisse der Umfrage sind hier abrufbar.

Die Umfrage wurde von der Fach­stelle Kinder- und Jugendbeteiligung in Kooperation mit dem Jugendzen­trum Juze, dem Jugendtreff Berchen, der Mobilen Jugendarbeit und dem Kinderkulturzentrum in Zusammen­arbeit mit der Schulsozialarbeit sowie einigen Jugendlichen entwickelt.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler