- Anzeige - (Wochenblatt-Werbung wirkt)

DRK stellt Neubaupläne auf Kreisversammlung vor

DRK Neubau
Im kommenden Jahr will der DRK-Kreisverband mit einem Neubau der Rettungswache in Singen an der "Schanz" beginnen. swb-Bild: pr

Verabschiedung und Ehrung von Arnim Lauinger vollzogen

Rielasingen-Worblingen. „Wir bauen eine neue DRK-Rettungswache mit Tagespflegestation in Singen“, gab Landrat Frank Hämmerle bei der Begrüßung zur diesjährigen Hauptversammlung des DRK Kreisverbands in der Rielasinger Talwiesenhalle am Mittwochabend nun ganz offiziell bekannt und präsentierte mit dem Geschäftsbericht auch schon die ersten Bilder der Entwürfe von Architekt Wolfgang Riede. Ein Baubeginn ist laut Landrat im Sommer 2019 vorgesehen, die Fertigstellung nach zwei Jahren Bauzeit, „Die alte Rettungswache wird an die Stadt Singen verkauft, die dann dort den DRK Ortsverein unterbringen wird“, informierte der Landrat weiter.

„Wir haben es uns die Entscheidung nicht leicht gemacht im Kreisvorstand. Vor allem ging es darum, ob wir eine Tagespflegeeinrichtung mit 18 Plätzen dort schaffen sollen. Wir haben auch erst dann den Beschluss gefasst, nachdem unser Schatzmeister Jens Heinert nach einer akribischen Prüfung gesagt hat, dass wir uns das leisten können“. Versicherte der Landrat den Delegierten der Hauptversammlung. Rund 5,3 Millionen soll das neue Domizil auf dem rund 3.500 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem etwa 2.000 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen werden sollen.

Zuvor hatte Hämmerle die Eckzahlen der Bilanz vermittelt: 15.349 Fördermitglieder, 950 Mitglieder in den 16 aktiven Bereitschaften, in der Sozialarbeit, 19 Jugendrotkreuzgruppen mit 968 Mitgliedern, 80.041 Einsatzstunden, 44 Übungen, 801 geplante Einsätze, 89 alarmierte Einätze bei Schadenslagen, 65 Blutspendetermine mit 1.691 ehrenamtlichen Helfern, 655 Kurse in der Breitenausbildung mit 8.012 Kursteilnehmern markieren den ehrenamtlichen Teil des Kreisverbands. Der Sozialdienst verzeichnet aktuell 1.545 Hausnotruf-Teilnehmer, betreibt fünf Kleiderläden. 248 Patienten werden im Ambulanten Pflegedienst betreut. Im Rettungsdienst gab es 15.612 Einsätze mit dem Rettungswagen, 6.790 Notarzteinsätze, 24.186 Krankentransporte, 9.929 Kliniktransporte mit 178 Hauptamtlich beschäftigten, die dafür rund 1,4 Millionen Kilometern unterwegs waren.

Aber es gab auch ein anderes Ausrufezeichen von Hämmerle: „Die Vorgaben die wir bekommen an unsere täglichen Arbeit werden immer höher, die Anforderungen steigen ständig und stellen die Helfer vor Grenzen. Das Ehrenamt kann das leisten was es kann, aber es kann nicht täglich mit neuen Anforderungen erschwert werden“, so Hämmerle in Richtung der Politik, die er nicht zu vertreten hat. „Wir sollen dem Ehrenamt das Leben nicht noch schwerer waren, weil das was gefordert wird, die Kapazitäten des ehrenamtliche Engagements überschreitet“, mahnte der Landrat.

Wir sind die größte Freiwilligenorganisation und die Hilfsorganisation für Deutschland, das sollte wir immer wieder bekräftigen“, unterstrich das Birgit Wiloth-Sacherer vom Landesvorstand dazu in ihrem Grußwort. Und auch Kreisbrandmeister Carsten Sorg, der zur Entlastung sein Grußwort sprach, stieß in ein ähnliches Horn, denn wie Polizei und Feuerwehr, so sind auch die Retter in Rot-Weiß bei ihren Einsätzen immer mehr Übergriffen ausgesetzt. Da habe sich etwas in der Gesellschaft verändert, klagte Sorg.

 Vertrauen schafft Vertrauen“, war das Motto für Geschäftsführer Patrick Lauinger, der die Details des Geschäftsbericht vorstellte. 10,6 Millionen Euro Bilanzsumme, Erträge von 7,2 Millionen Euro, die einen Aufwand von rund 7 Millionen Euro im ehrenamtlichen Bereich stehen, stellte Jens Heinert in seiner Bilanz vor.

Bei den Ehrungen musste bis ins Jahr 1958 zurückgeblickt werden, denn so lange ist Arnim Lauinger schon beim Roten Kreuz dabei. Schon 1972 gab es die erste Ehrung für den großen Funktionär, von 1978 an war er unter anderem Geschäftsführer des Kreisverbands bis 2002, danach noch bis zu diesem Jahr ehrenamtlicher Katastrophenschutzbeauftragter des Kreisverbands, dazu von 1996 an Geschäftsführer der Rettungsdienst GmbH bis 2002 und in unzähligen Positionen des Landes wie Bundesverbands. Schon im Jahr 2004 hatte Lauinger die „Verdienstmedaille Großherzogin Luise von Baden“ als höchste Auszeichnung des DRK erhalten, einzig die Ehrennadel mit der 60 Jahre konnte dem Landrat Frank Hämmerle in der Ehrung noch hinzufügen.

 

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler