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Ehrenring für Herbert Weber

Herbert Weber OB
Herbert Weber (links neben ihm seine Gattin, rechts OB Burchardt) saß über vier Jahrzehnte für die SPD im Konstanzer Gemeinderat. swb-Bild: Stadt KN

Stadt Konstanz würdigt ausscheidende Gemeinderäte in erste Sitzung

Konstanz. OB Uli Burchardt hat in der Ratssitzung am Donnerstag den ehemaligen Stadträten Herbert Weber und Klaus-Peter Kossmehl den Ehrenring der Stadt Konstanz verliehen. Verabschiedet aus dem Gemeinderat wurden zudem die nach der Kommunalwahl im Mai ebenfalls augeschiedenen Räte Thomas Buck, Dr. Michael Fendrich, Joachim Filleböck, Matthias Heider, Stephan Kühnle, Johannes Kumm, Jürgen Puchta und Roland Wallisch sowie die Rätin Sabine Feist. Der Oberbürgermeister bedankte sich für ihr langjähriges Engagement und würdigte die Arbeit im Gemeinderat als Kern bürgerschaftlichen Engagements.

Unermüdlicher Kämpfer für bezahlbaren Wohnraum

OB Burchardt würdigte Weber als Persönlichkeit, die einen beachtlichen Teil des Lebens dem politischen Ehrenamt widmete: 42 Jahre. Weber saß seit 1977 bis zu seinem Ausscheiden nach der Kommunalwahl im Mai 2019 für die SPD im Gemeinderat und wurde insgesamt achtmal wiedergewählt. Darüber hinaus war Weber von 2000 bis 2009 und 2011 bis 2014 Mitglied des Kreistages. OB Burchardt bezeichnete Weber als politisch denkenden Menschen und unermüdlichen Kämpfer für bezahlbaren Wohnraum. Schwerpunkt seiner politischen Arbeit war der Erhalt beziehungsweise die Schaffung neuer städtischer und öffentlicher Wohnungen. Weber interpretierte die Wohnraumversorgung vor allem als sozialen Auftrag. Auf die Initiative des Sozialdemokraten geht die Erstellung eines Mietspiegels für Konstanz zurück. Seit 45 Jahren ist der Träger des Bundesverdienstkreuzes (1996) Vorsitzender des Mietervereins Bodensee. 1998 bis 2004 war Weber zudem Landesvorsitzender und von 1999 bis 2007 Präsidiumsmitglied des Deutschen Mieterbunds. Außerhalb seiner Berufs- und Ratstätigkeit engagiert sich Weber bis heute in hohem Maße in verschiedenen ehrenamtlichen Funktionen.

Sachverstand und Augenmaß

Klaus-Peter Kossmehl engagierte sich 22 Jahre im Gemeinderat. Er rückte 1997 für die CDU in das Gremium und wurde viermal wiedergewählt. 2014 wechselte er zu den Freien Wählern. Arbeitsschwerpunkte des Fliesenlegermeisters waren die Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Verkehr und Bauwesen sowie Mittelstand und Handwerk. Der Oberbürgermeister hob die Sachkenntnisse und den Sachverstand sowie den klaren Blick für die Realität und das Augenmaß des selbstständigen Handwerkers hervor, der auch großes Ansehen in Konstanzer Vereinen genießt.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler