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Ein Jahr der Planung

Neujahrsempfang in Watterdingen
Ortsvorsteher Stefan Armbruster gab beim Watterdinger Neujahrsempfang einen Rück- und Ausblick aus Sicht der Gemeinde. swb-Bild: Preter

Neujahrsempfang in Watterdingen mit Überblick über das vergangene Jahr

Watterdingen. Ortsvorsteher Stefan Armbruster konnte beim Watterdinger Neujahrsempfang im vollbesetzten Bürgersaal ein Rückblick auf das vergangene Jahr geben.

Eröffnet würde der Neujahrsempfang von der Flötengruppe mit Lisa Wenger, Lea Reinacher, Antonia Meßmer und Viola Nutz unter der Leitung von Simone Meßmer. Indes sammelten die Sternsinger, deren Besuch in Watterdingen schon lange Tradition hat, Spenden für Kinder in Libanon.

Im Anschluss daran gab Armbruster ein Rückblick aus der Sicht der politischen Gemeinde. So wurde Anfang Februar die Genossenschaft zur Errichtung und Betrieb eines Ärztehauses in Tengen gegründet, um auch die für Watterdinger Einwohner wichtige ärztliche Versorgung zu gewährleisten. Ferner stand die alljährliche Fasnet auf dem Programm, mit dem ersten Randennarrentreffen als besonderen Höhepunkt.
Auch die Kommunalwahlen sorgten für einen großen personellen Wechsel in Watterdingen. Von den bisherigen vier Gemeinderäten traten nur zwei zur Wahl an, ebenfalls schieden aus dem Ortschaftsrat drei Mitglieder aus. Durch das aktuell noch gültige Wahlrecht bedingt wurden überraschenderweise alle angetretenen fünf Kandidaten in den Gemeinderat gewählt und auch für die Wahl des Ortschaftsrats konnten sechs Kandidaten gefunden werden.

Ein weiteres Highlight war das Dorffest im Sommer, welches im zweijährigen Zyklus stattfindet und zahlreiche Besucher anlockte. Im Oktober konnte dann in Tengen das Altenpflegeheim Sonnenhalde eröffnet werden. Damit wurde die Lücke, die die Schließung der Pflegeheime in Blumenfeld hinterlassen hatte, geschlossen und eine ortsnahe Pflege, auch von Watterdinger Mitbürger, ist nun wieder möglich. Auch die Arbeit der Initiativgruppe Soziales Netzwerk Watterdingen-Weil wurde von Stefan Armbruster besonders hervorgehoben.

Bürgermeister Marian Schreier sorgte im Herbst für Überraschung mit der Information, dass das Unternehmen Solarkomplex im Gewann Brandt drei Windkraftanlagen der neusten Generation aufzubauen plane. Dazu wird am 8. März ein Bürgerentscheid stattfinden. »Der Gemeinderat der Stadt Tengen sowie der Ortschaftsrat Watterdingen hat sich mit großer Mehrheit für die Verpachtung des Geländes ausgesprochen«, so der Ortsvorsteher. »Die Infoveranstaltung dazu am 10. Dezember war sehr gut besucht. Ob sich eine Mehrheit innerhalb der Bevölkerung, aber besonders für mich interessant innerhalb unserer Ortschaft finden wird, werden wir dann nach der Abstimmung wissen. Ich denke wir haben hier eine für alle erträgliche Möglichkeit, die für die Zukunft benötigte Energie in unserer Nähe selbst zu produzieren.«

»Insgesamt kann man das Jahr 2019 für die Stadt Tengen als das Jahr der Planung: Die Planungen für neue Baugebiete wurden weiter verfolgt, leider sind wir hier in Watterdingen mit einem neuen Baugebiet nicht weitergekommen: Weder ist aktuell klar, wo neue Wohnbebauungsflächen entstehen sollen, noch sind wir in der Lage abzuschätzen, wann die Erweiterung des Gewerbegebiets Breitenplatz umgesetzt werden soll«, bemängelte Armbruster. Und auch was die Verkehrsentwicklung angeht, ist man keinen Schritt weitergekommen. »Weder konnte ein schon seit Jahren zugesagter Radschutzstreifen, noch eine Geschwindigkeitsreduzierung an der Durchgangsstraße umgesetzt werden. Die für dieses Jahr geplante Erstellung von zwei Wartebereichen für unsere Kinder in der Engenerstraße sind ebenso noch nicht fertiggestellt, sodass wir wenigstens erreichen konnten, dass Anwohner dankenswerter Weise Ihre privaten Hofflächen zur Verfügung stellen, damit den Kindern während des Wartens auf den Schulbus keine Gefahr mehr droht.«

Jedoch ist es im letzten Jahr endlich gelungen, den schon seit vielen Jahren maroden Gehweg auf der linken Seite der Friedhofstraße neu herzurichten. »Aber machen wir uns nichts vor: Es gibt hier weiterhin einen großen Investitionsstau; Weder entsprechen die städtischen Gebäude in Watterdingen den neusten Wärmeschutzrichtlinien, noch sind alle Straßen in einem akzeptablen Zustand. Auch hier kann noch viel zur CO2 Vermeidung und damit zum Umweltschutz beigetragen werden«, machte Stefan Armbruster deutlich.
Weitere Themen sind Hochwasserschutz, Glasfaseranschluss sowie die Unterbringung von Flüchtlingen. Für das kommende Jahr steht von städtischer Seite der Neubau einer der beiden geplanten Bushaltestellen in der Engenerstraße an sowie kleinere Reparaturen in der Biberhalle. Abschließend nahm Armbruster die Verabschiedungen der ausgeschiedenen Gemeinde- und Ortschaftsräte vor.

Josef Gräble vom Gemeindeteam der katholischen Kirchengemeinde teilte mit, dass nun die Renovierungsarbeiten in der Kirche in Watterdingen komplett abgeschlossen werden konnten und im aktuellen Jahr die Kreuzkapelle im Rohertal zwischen Watterdingen und Tengen saniert werden soll. Dafür ist die Kirchengemeinde auf Spenden angewiesen. Eigentümerin der Kapelle ist eigentlich das Land Baden-Württemberg, das die Sanierung aber nicht durchführen wird, so Gräble.

Wochenblatt @: Graziella Verchio