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Ein Markt mit besonderem Charme

10 Jahre Wochenmarkt in Aach
Marktbesuch mit der eigenen Aacher Wochenmarkttasche: Bürgermeister Manfred Ossola und Iris Büchler vom Narrenverein freuen sich über das Jubiläum. swb-Bild: mu

Aacher Wochenmarkt feiert seinen 10. Geburtstag und mehr zu bieten als feine Lebensmittel

Aach. Er ist klein, fein und quicklebendig: Der Wochenmarkt auf dem Mühlenplatz in Aach feiert seinen 10. Geburtstag. Dort gibt es viel mehr als frisches Gemüse und Brot, Käse, Wurst und Eier.

Vor zehn Jahre wurde der Markt aus der Not geboren, nachdem die letzte Metzgerei geschlossen wurde. Seither mauserte er sich schnell zum beliebten Treffpunkt für Jung und Alt. Rund um den Brunnen säumen vier Verkaufsstände den Platz, an dem auch die Zunftstube des Narrenvereins Quellgeister grenzt, die mit Ausschankgenehmigung jeden Donnerstag zur Marktzeit von 15 bis 18 Uhr ihre Tore öffnet und zu Café, Kuchen und Erfrischungen einlädt. Zum Jubiläumsmarkttag wurde zudem eine erfrischende Erdbeerbowle angeboten und am Stand der Stadt gab es zur Feier des Tages ein Gläschen Sekt oder Orangensaft für die Gäste.

Eine weitere Besonderheit des Aacher Markttreibens ist der Fahrdienst des Sozialen Netzwerkes, der ältere und gehbehinderten MitbürgerInnen für einen Euro den Marktbesuch ermöglicht und ihnen ihre gut gefüllten Körbe nach Hause bringt. »Das funktioniert bestens«, weiß Ingrid Gielen, treue Marktgängerin und Einsatzleiterin des Sozialen Netzwerkes. Für sie ist der Donnerstag Nachmittag fest für einen Marktbesuch eingeplant. Denn: »Ich genieße es ohne Auto einkaufen zu gehen, man trifft nette Leute, kennt die Händler und weiß, woher die regionalen Produkte kommen. Dafür bezahle ich gerne etwas mehr«.

Mit ihrer Meinung steht sie offensichtlich nicht alleine. Denn immer mehr Marktbesucher füllen ihre »Aacher Wochenmarkttaschen«, die am Jubiläumstag angeboten werden, mit frischem Gemüse von der Reichenau  und greifen zur speziellen Jubiläumstüte vom Berghof Bucher aus Riedheim, der neben frischen Eiern aus Freilandhaltung auch selbstgemachte Nudeln und Brot offeriert.

Markthändler der ersten Stunde sind die Landmetzgerei Engler aus Honstetten und das Käsegeschäft Schober aus Bohlingen. Für Herbert Schober hat der Aacher Wochenmarkt einen ganz besonderen Charme: »Es ist bemerkenswert, in solch einer kleinen Stadt einen Markt zu installieren und dies über so lange Zeit. Die Leute schätzen das Angebote der lokalen Händler und sind dankbar dafür. Und uns Verkäufer macht es Spaß hierher zu kommen in diese familiäre Atmosphäre«.

Zu den »Neulingen« gehört Marlies Bucher vom Berghof in Riedheim, die ihre frischen Produkte erst seit zwei Monaten auf dem Aacher Mühlenplatz anbietet, aber bereits eine positive Bilanz zieht: »Wir sind sehr zufrieden, auch wenn wir mitten in der Corona-Krise angefangen haben«.

Dies scheint eher ein Vorteil für die lokalen Anbieter zu sein, denn gerade in den Zeiten der Einschränkungen lernten die Menschen wohl Produkte aus der Region noch mehr schätzen. »Zu Coronazeiten verzeichnete der
Wochenmarkt mehr Zulauf«, stellte auch auch Bürgermeister Manfred Ossola erfreut fest und drückte seinen Markthändlern ein kleines Dankeschön in der Aacher Wochenmarkttasche in die Hand, verbunden mit dem Wunsch, dass sie auch die nächsten zehn Jahren den Aacher Bürgern am Donnerstag Nachmittag auf dem Mühlenplatz erhalten bleiben.

Wochenblatt @: Ute Mucha