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Ein neuer Wind weht in Worblingen

Narrenspiegel Schaflingen
Bürgermeister Baumert ließ auf der Feuerwehr-Drehleiter ordentlich krachen - die die kommende Fasnet. swb-Bild: of

Schaflinger feiern ihren Narrenspiegel ausgiebigst

Worblingen (of). Nicht ganz gefüllt war die Worblinger Hardberghalle zum Schaflinger Narrenspiegel am Samstagabend, was wohl dem sehr frühen Fastnachtstermin geschuldet war. Doch die, die erst später närrisch werden wollen, haben an diesem Abend doch einiges verpasst, denn in dem fast vierstündigen Programm gab es doch eine ganze Menge Höhepunkte zu erleben.

Gleich nach der Begrüßung durch den Worbilo legte Zunftmeister Thomas Bertsche schon mal politisch los, denn fünf Monate nach der Wahl wäre nun Zeit für eine Regierung. Angesichts der Fußball WM, der Winterolympiade und der Ferienplanung wäre jetzt eigentlich keine Zeit mehr für Neuwahlen. Das Conti im aktuellen Zustand passe perfekt nach Singen, befand Bertsche zudem, denn erinnere doch an die Fernsehbilder aus dem nahem Osten.

Elsbeth Paschke ernannte in ihrer Handy-  Bauchrednerei den Worbilo zum Pechvogel des Jahres, denn er hatte seinen Ausweis für den Kegelausflug nach Schottlang so „passend“ fürs Handgepäck gemacht, dass er nicht durch die Passkontrolle kam und wieder nach Arlen zurück musste. „Schoflingens Goldene 70er“ ließen Volkmar Brielmann, Dieter Gräble, Christian Kalyciok, Johannes kern, Markus Mayer und Reinhard Zedler mit Abba-Songs mit einem Rundumschlag auf die aktuelle Weltpolitik zum Mitsing-Ereignis werden.

Was würden der „Zunftmeister“ (Thomas Bertsche) und der Bürgermeister (Ralf Baumert) in diesem Jahr auf die Schippe nehmen? Es wurde reichlich windig, denn Baumert hatte inzwischen erkannt, dass man mit den geplanten Windrädern auch ganz schön viel Wind machen könnte, so dass man auf dem Sielmann-Weiher segeln könnte und im Naturbad sogar eine Brandung möglich wäre, ergänzte Bertsche. Sogar einen Flughafen für den A380 könnte man dort bauen, wenn es nur genug Wind hätte, meinten die beiden, die dafür mit der "Zunfthansa" und der "Air Baumert" schon die Passenden Airlines ankündigten. Bertscher hatte noch ein ganz anderes Problem: denn wie wolle man in Rielasingen-Worblingen schneller bauen, wo doch Tempo 30 auf den Straßen angesagt wäre. Mehr Tempo im Rathaus ginge als Ausgleich auf keinen Fall konterte Baumert.

Wie man entschleunigte Baustellen genießen kann, das führten die Putzfrauen Bettina Glaser-Spallek, Angela Möhrle, Erika Weimer und Ilona Colantuovo vor und sorgten mit ihrem „Tempo“ und ihren Geschichten für manche Lachsalve bei der "Hardstroß-Putzete".  Thomas Bertsche und Heidrun Ulrich machten ihre „Ansagen“ zum Unterschied zwischen Inkontinenz und Inkompetenz  wie zu manchem heftigen Problem mit Hochzeitsgeschenken zum Genuss für Publikum. Und für solchen sorgen auch der Fanfarenzug mit seinem Müll-Auftritt auf abenteuerlichen Instrumenten wie die Garde als „Scheependales-Vampire“, das „Mittler Ried Ballett“ im Sumo-Look wie der begleitende Musikverein hervorragend.

Mehr Bilder gibt es in Galerie1 und Galerie2

Auf der Facebookseite des WOCHENBLATT gibt es zudem Videos vom Auftritt des Fanfarenzugs wie vom Zunftmeister und Bürgermeister.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler