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Ein Pfeifkonzert auf die aktuelle Klimapolitik

Singen Friday
Einer der Organisatoren des ersten Friday for Future in Singen, Nikolas Prehm, bei seiner Ansprache auf dem Singener Rathausplatz. swb-Bild: of

Erster Klimastreik im Rahmen der "Fridays für Future" auch in Singen

Singen. Auch wenn es am Freitagmorgen fast wie aus Eimern kübelte: zum ersten Schülerstreik Singen kamen am Freitag auf dem Singener Rathausplatz über 200 Schülerinnen und Schüler zusammen um lautstark eine Kurskorrektur in der Klimapolitik einzufordern. Die Demonstration sei relativ kurzfristig auf die Beine gestellt worden, um eben am großen »Friday for Future" dabei zu sein können, sagte Nicolas Prem, einer der Organisatoren der Demonstration auf Nachfrage des WOCHENBLATT. Er zeigte sich ganz froh, dass zumindest das Friedrich-Wöhler-Gymnasium als seine Schule soweit hinter der Aktion stehe, dass die Teilnahme an der Klimademonstration nicht gleich als "Schulschwänzen" gewertet werde, sondern die Schülerinnen und Schüler für die zeit eine Beurlaubung beantragen könnten. Aus rechtlichen Gründen dürfe keine Schule ihren Schülerinnen und Schülern für die Demonstration frei geben.

Über den Buschfunk sozialer Netzwerke hatten die Demonstranten an diesem Vormittag zusammengefunden um immer wieder im Kreis über den Platz zu ziehen und mit lautstarken Trillerpfeifen einen sofortigen Wandel der Klimapolitik anzumahnen. Die Politik tue sich leicht, die Jugend als Schulschwänzer abzutun, doch sie solle auch nicht vergessen, dass die Menschen, die nun auf die Straße gingen auch eineinhalb Millionen Wähler seien, verkündete Nicolas Prem in seiner Ansprache.Die Foderung nach Kohleausstieg, reduzierung von Platikmüll, eine schnellerer Umstieg auf emissionsfreie Mobilität prägten alle Reden in der fast zweistündigen Veranstaltung.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler