HHG möchte Fachkraft einstellen
Ein Profi für den Handel

Die Speerspitze von HHG Stockach | Foto: Die Speerspitze von HHG Stockach: Michael Fritz, Wolfgang Kreutel, Gudrun Siegmund, Simone Weber, Dieter Fritz, Anja Schmidt und Siegfried Endres. swb-Bild: sw
  • Die Speerspitze von HHG Stockach
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Stockach (sw). Die Stockacher Interessengemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) möchte sich künftig professionelle Unterstützung holen. Wie der erste Vorsitzende Siegfried Endres im Rahmen der Mitgliederversammlung bekannt gab, soll eine Fachkraft auf 450-Euro- oder Stundenbasis beschäftigt werden, die Aufgaben wie Eventmanagement oder die Organisation verkaufsoffener Sonntage übernimmt. Dieses Vorhaben wurde einstimmig und ohne Diskussion unterstützt.

Der bisherige Vorstand und der Werbeausschuss werden bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Amt bleiben, auf der dann Ergebnisse vorgestellt werden und Neuwahlen erfolgen sollen. Siegfried Endres begründete die geplante Einstellung einer bezahlten Fachkraft mit der Überlastung der bisher ehrenamtlich tätigen HHG-Mitglieder, die neben dem Geschäft mit den anfallenden Aufgaben überfordert wären und die Tätigkeit nicht mehr ausfüllen könnten. Im Amt bleiben daher bis zur nächsten Mitgliederversammlung der erste Vorsitzende Siegfried Endres, seine Stellvertreterin Anja Schmidt, Simone Weber als Schriftführerin und Michael Fritz als Kassierer. Der Werbeausschuss bleibt mit Wolfgang Kreutel, Gudrun Siegmund und Dieter Fritz besetzt. Die Mitgliederversammlung soll im Frühjahr 2017 durchgeführt werden.

Für Diskussionen sorgte auch ein Wortbeitrag von Bürgermeister Rainer Stolz, der scharf Kritik von Teilen der HHG entgegen trat. Vorwürfe, die Stadt tue nicht genug für die Oberstadt und bringe sich nicht genügend in die Belange des Handels ein, wollte der Stadtchef nicht gelten lassen. Die Stadt könne nun einmal nichts an Fakten ändern, und ein Fakt sei nun einmal, dass viele Interessenten größere Flächen haben wollten als in der Oberstadt zur Verfügung stünden. Man können niemanden dazu zwingen, eine bestimmte Immobilie zu mieten. Die Stadt hätte einiges getan, würde auch gerne mehr erreichen aber ihr seien Grenzen gesetzt. Das gelte auch in finanzieller Hinsicht: Das Land Baden-Württemberg entziehe den Kommunen 300 Millionen Euro, das bedeute für Stockach ein Minus von etwa 350.000 Euro, so Rainer Stolz. Dennoch werde die Stadt den Handel weiterhin unterstützen.

Auf den Prüfstand möchte HHG die verkaufsoffenen Sonntage und ihre Terminierung stellen. So sorgt etwa die Festlegung des dritten verkaufsoffenen Sonntags im Jahr auf den Volkstrauertag immer wieder für Diskussionen. Das sei die letzte Möglichkeit vor Weihnachten, führte Siegfried Endres an, denn dann würden die Adventssonntage und der Totensonntag kommen, an denen eine solche Veranstaltung nicht erlaubt sei. Zudem müssten die verkaufsoffenen Sonntage anderer Städte mit ins Kalkül gezogen werden, um nicht unnötig Kaufkraft und Kunden abzuziehen.

Ehrenmitglied Dieter Fritz verwies auf den Stockacher Einkaufsgutschein, der seiner Meinung nach ein unverdientes Schattendasein führe. Der grüne Coupon sei so gut wie Bargeld, könne bei Banken und bei Papier Fritz in der Hauptstraße erworben werden und habe einen Wert von fünf Euro. Dieser Einkaufsgutschein würde viel zu wenig Beachtung bekommen, obwohl die Einrichtung eine gute Sache sei.

Einmal mehr wurde im Rahmen der Sitzung des Vereins Handel, Handwerk und Gewerbe über die uneinheitlichen Öffnungszeiten in Stockach gesprochen. Seit Jahrzehnten werde über einheitliche Kernöffnungszeiten diskutiert, die aber nicht durchzusetzen seien. Dieter Fritz wies darauf hin, dass manche Läden 9.30 Uhr als Öffnungszeitpunkt angeben würden, doch die Läden um 10.30 Uhr immer noch geschlossen seien. Das sei ein Fehler, den kein Kunde verzeihen würde.

- Simone Weiß

Autor:

Redaktion aus Singen

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