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Ein Riesenaufwand - damit Kunden weiter kommen

BMC Kontrolle
Sechs Mitarbeitende sind im Braun Möbelcenter zur Einlasskontrolle eingeteilt. Mit im Bild der stellvertretende Marktleiter Thomas Schack. Ab dem heutigen Mittwoch kommt die 3G-Kontrolle der 200 Mitarbeitenden dazu.swb-Bild: of

Handel hat gerade 3G gelernt – jetzt droht schon 2G bei weiter steigenden Zahlen

Kreis Konstanz. Ab Mittwoch, 24. November, gilt im Einzelhandel wegen der rasant steigenden Corona-Zahlen die 3G-Regel – ausgenommen ist dabei die Grundversorgung. Die Landesregierung hat damit eigentlich die für Donnerstag angekündigte Entscheidung vorgezogen. Für Weihnachtsmärkte wurde gar die »2G plus«-Regel verhängt, was für viele das Aus bedeutete, weil das die Organisatoren schlichtweg überfordern würde.

Die Alarmstufe II sieht vor, dass nur Geimpfte, Genesene und Gestestete Zutritt zu den meisten Geschäften haben – außer für die Grundversorgung. Würde die Inzidenz in einem Landkreis auf über 500 steigen, gibt es für Ungeimpfte drastische Einschränkungen, weil dort dann 2G umgesetzt werden müsste. Das ist bereits in den Nachbarlandkreisen Tuttlingen

Außerdem soll schon in der Alarmstufe I 2G auch für Hotels und Pensionen gelten, außer bei dienstlichen Übernachtungen, für die 3G gelten soll. Vom Bund kommt zudem die Verordnung auf »3G« im ÖPNV, was stichprobenartig überprüft wird, aber mindestens 200 Euro Buße kosten soll, wenn man Ungeimpft und ohne gültigen Test erwischt wird.

Wie betroffene Einzelhändler und Center auf die aktuellen Landesverordnungen reagieren, hat die Wochenblattredaktion zusammengetragen – denn erst letzte Woche wurde ja »3G« in vielen Geschäften eingeführt und viele sind noch dabei, das optimal zu organisieren.

Christine Glasow, Centermanagerin des Seemaxx in Radolfzell sagt dazu: »Wir setzen die jeweils geltende Coronaverordnung regelkonform um. Im Seemaxx kontrollieren wir am Eingang und haben den Ausgang im Blick. Das vereinfacht für unsere Kunden die Abläufe im Seemaxx Outletcenter mit seinen zahlreichen Marken-Shops, weil sie damit nur durch eine Kontrolle gehen müssen um ›drin‹ zu sein.«

Auch das Braun Möbelcenter setzt auf eine Kontrollpforte, am Wochenende gar auf zwei am Eingang, weil da doch bis zu 3.000 Besucher am Tag ins Möbelhaus kommen. »An diesen Tagen haben wir sechs Mitarbeiter die ganze Öffnungszeit dafür abgestellt, weil wir derzeit noch eine zweite Schleuse vor dem Restaurant brauchen, wo 2G für den Einlass gilt«, so der stellvertretende Filialgeschäftsführer Thomas Schack.
Die Besucher können zwar einen Zettel am Eingang bekommen, aber kontrolliert werden muss trotzdem, weil sich manche auch erst später entscheiden, doch das Restaurant zu besuchen. Das Möbelcenter bietet zusätzlich die Möglichkeit an, einen Schnelltest zu machen, um reinzukommen. »Das kostet uns eine Menge Geld, aber das ist es uns wert, um den Kunden den Besuch bei uns weiter möglich zu machen«, unterstreicht Schack. Am letzten Samstag habe man zum Beispiel über 70 solcher Schnelltests gemacht, entweder weil die Besucher nicht geimpft waren oder aber ihre Zertifikate nicht dabei hatten. Der Test gilt nur für das Möbelhaus, so Schack.

Auch die kleinen Geschäfte müssen ja kontrollieren. »Wir sind froh, dass wir viel Stammkundschaft haben«, sagt Werner Jäger vom Singener Bettenhaus Diehl. Dann muss man nicht immer nach dem Ausweis fragen, um das Impfzertifikat zu verifizieren. Das werde oft schon als Misstrauen empfunden, auch wenn die meisten Kunden derzeit die Prozedur an der Eingangstür noch mit Humor nahmen. Hart sein müsse man trotzdem: die Stammkundin werde auch heimgeschickt, wenn die ihre Zertifikate vergessen hätte.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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