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Ein Zeichen des Friedens gesetzt

Bürgermeisterin Monika Laule (Mitte) zusammen mit Stadrrat Reinhard Rabanser (rechts) und Schülern beim Aufstellen der neuen Friedensfahnen beim Kriegerdenkmal.
Bürgermeisterin Monika Laule (Mitte) zusammen mit Stadrrat Reinhard Rabanser (rechts) und Schülern beim Aufstellen der neuen Friedensfahnen beim Kriegerdenkmal.swb-Bild: rab

Stadt stellt 48 neue Friedensfahnen beim Kriegerdenkmal auf

Radolfzell (rab). Warum klaut jemand Fahnen, die an den Frieden erinnern? Diese Frage stellten sich viele, nachdem bekannt wurde, dass unbekannte Täter in der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 38 bunt bemalte Friedensfahnen beim Kriegerdenkmal auf dem Luisenplatz entwendeten, die dort während der Kulturnacht aufgestellt wurden. Im Rahmen eines Projektes gestalteten die Mitarbeiter der Abteilung Stadtgeschichte zusammen mit Künstlern sowie großen und kleinen Teilnehmern aus Radolfzeller Schulen, Kindergärten und Vereinen die im Wind flatternden Blickfänge, die während der Kulturnacht viele Bewunderer fanden. Vermutet wird, dass die Täter einer rechtsorientierten Gruppierung angehören, da deren Flugblätter genau dort gefunden wurden, wo die Fahnen zuvor standen.

»Diese Tat hat uns alle entsetzt«, erinnerte Bürgermeisterin Monika Laule an die Gefühle aller Beteiligten, als sie von dem Diebstahl erfuhren. Und schnell war klar: Schweigsam hinnehmen wollte die Stadt diesen Vorfall nicht. Deshalb bestellte die Stadt so schnell wie möglich so viele neue Fahnen, wie sie bekommen konnte, ließ sie von verschiedenen Akteuren wieder bunt mit Friedensmotiven bemalen und stellte sie am heutigen Freitag, 21. Oktober, unter dem Motto »Jetzt erst recht!« erneut beim Kriegerdenkmal auf.

Zahlreiche interessierte Bürger, Stadträte sowie Schüler der Liggeringer Grundschule waren mit dabei, als Monika Laule zusammen mit Stadtrat Norbert Lumbe, der auch Mitglied des Arbeitskreises Erinnerungskultur ist, den Startschuss für die Aufstellung der Friedenszeichen gaben. Die Fahnen werden an dem Platz zwei Tage lang, bis Samstagabend, zu sehen sein. Dann werden sie abgebaut und vom 11 bis zum 13. November, dem Volkstrauertag, nochmals beim Kriegerdenkmal aufgestellt.

Wochenblatt Redakteur @: Nicole Rabanser