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Eine bessere Welt ohne Weltverbesserei

Martin Maurer
Martin Maurer aus Wahlwies hat neben seinem Fulltimejob ein Buch über besseres Alltagsverhalten mit Blick auf Umwelt- und Naturschutz verfasst.swb-Bild: privat

»Ja, ich weiß, aber...«: ein Buch zum Umweltschutz im privaten Bereich

 

Stockach/Wahlwies. Ein Wochenendtrip nach Mallorca - wegen der Umweltbelastung durch den CO2-Ausstoß beim Flugzeug lieber bleiben lassen! Eine Fernreise mit einem langen Flug - nun gut, zum Ausgleich kann ja etwas an Umweltprojekte gespendet werden. Billigkleidung für wenige Euro - kann kein »Fair Trade«-Produkt sein und sollte daher nicht gekauft werden! Unmengen an Fleischprodukten - lieber vermeiden! Denn 82 Prozent der Futtermittel für die Fleischtierhaltung würden in Ländern angebaut, in denen Kinder verhungern. Martin Maurer nimmt kein Blatt vor den Mund, der 48-jährige Ingenieur für Nachrichtentechnik ist ein Mann der klaren Worte. Die Natur, sagt der in Stockach-Wahlwies lebende Vater zweier erwachsener Töchter, und ihre Erhaltung sind ihm ein Anliegen. Darum hat er ein Buch unter dem Titel »Ja, ich weiß, aber... - Umweltschutz im Alltag, geht das?« verfasst, das er vom Genre her zwischen Ratgeber und Sachbuch ansiedelt. Auf 252 Seiten gibt er Tipps, wie Menschen ihr Leben nachhaltiger gestalten können. 

 

Martin Maurer geht es dabei nicht um einen wissenschaftlichen Anspruch oder den unmöglichen Wunsch nach umfassender Abdeckung des riesigen Themenkomplexes. Aus persönlicher Betroffenheit und privater Neigung heraus wollte er etwas gegen Sachverhalte tun, die er als Missstände empfindet. Den erhobenen Zeigefinger möchte der Hobby-Autor nicht ausfahren, und es geht ihm nicht darum, seine Mitmenschen zu belehren oder zu gängeln. Der in Nordrhein-Westfalen Geborene möchte seinen Beitrag zu Naturschutz und Ökologie leisten, das Bewusstsein für Umwelt-Belange schärfen, für die Problematik sensibilisieren und im ganz gewöhnlichen Umfeld ganz gewöhnlicher Menschen Veränderungen bewirken. Martin Maurer ist kein Weltverbesserer, aber er möchte mit seinen Möglichkeiten, die Welt ein Stückchen besser machen.

 

18 Monate hat er neben dem Fulltimejob an dem Buch gearbeitet - vor allem die Recherche, erklärt er, war sehr aufwändig. Seine vier großen Inhaltsblöcke - Müll, Verpackung, Kleidung und Ernährung - hat er in kurze Kapitel aufgesplittet und sich dabei die interpretatorischen Freiheiten eines auktorialen Autors gegönnt. So unternimmt er einen Ausflug zu den bedrohten Orang-Utans auf Borneo, lässt mit Sarah Waltinger einen Reiseprofi zu Wort kommen, setzt sich kritisch mit Biosiegeln und Umweltlabeln auseinander und seziert Nervennahrung. Darunter, so betont er, versteht er aber nicht Alkohol, sondern Süßigkeiten. Dem Buch angegliedert ist ein Teil mit Umwelt-Tipps für den Alltag von »A« wie Abfluss, Alufolie oder Aufräumtag bis »Z« wie Zahnpasta und Zigaretten. Das Fazit von Martin Maurer über sein Buch: Hier »erfährst du, was du konkret jeden Tag tun kannst, ohne Unmengen von Zeit damit zu verbringen«.

»Ja, ich weiß, aber... - Umweltschutz im Alltag geht das?« von Martin Maurer, ISBN 978-3-96240-295-2, kann im Buchhandel bestellt werden. 

Wochenblatt Redakteur @: Simone Weiß