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Einkaufen geht anders

Christine Angele
Nachwuchsreporter des BSZ-Schulradios »Radio Active« stellten unter Regie von Christine Angele die Ergebnisse einer Umfrage unter jungen Erwachsenen zur Einkaufsstadt Stockach vor.swb-Bild: sw

Mit »Radio Active«: Jugendliche zur Einkaufsstadt

 

Stockach. »Sagt mal, was haltet ihr eigentlich von der Einkaufsstadt Stockach?«. Im Rahmen ihrer geplanten Neuausrichtung wollte es die Interessengemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe Stockach (HHG) genau wissen und holte sich die Meinung von jungen Erwachsenen ein. Als Transmissionsriemen, als Vermittler, als Sprachrohr zwischen der Händlergemeinschaft und den Jugendlichen wurde »Radio Active« zwischen geschaltet - das Schülerradio des Stockacher Berufsschulzentrums (BSZ), bei dem Nachwuchs-Reporter unter der Regie und Anleitung der Redakteurin und BSZ-Lehrerin Christine Angele Beiträge erarbeiten, die auf der Homepage unter www.bsz-radioactive.de veröffentlicht werden. Im Auftrag und in Absprache mit HHG hatten die Schüler-Redakteure nun eine Umfrage durchgeführt, deren Ergebnisse, begleitet von Interviews, während der Veranstaltung »HHG im Dialog« präsentiert wurden. 

 

HHG und die Einkaufsstadt Stockach aus der Sicht junger Kunden waren das Thema einer per Fragebogen geführten Umfrage am Stockacher Berufsschulzentrum. 160 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 26 Jahren konnten sich laut Christine Angele dazu äußern, was sie als positiv, was sie als negativ am Stockacher Shopping-Erlebnis empfinden und was sie beim Bummel durch die Geschäfte vermisst haben. Ein erstes Ergebnis der BSZ-Studie war dabei, dass die Jugendlichen mit der Bezeichnung HHG nichts anfangen konnten und noch nie von der Interessengemeinschaft gehört hatten. Ergänzend dazu, so die Ergebnisse der Umfrage, gibt es aus ihrer Sicht vieles, was Stockach fehlt - Markenprodukte, Modeketten, Vielfalt, ein Kino, Stimmung, kostenloses Internet in der Innenstadt und »moderne, zeitgemäße, junge Läden«. Als positiv wurden vor allem der gute Servicecharakter durch das Einkaufspersonal, die geringen Wartezeiten, das Vorhandensein von Parkplätzen, die kurzen Wege, das stressfreie Einkaufen und die große Auswahl am kleinen Ort gelobt. 

 

Auf der Negativseite der Einkaufsstadt Stockach fanden die am BSZ befragten Jugendlichen deutliche Worte - ein »Angebot für Omis«, ein altbackenes Repertoire, zu viele Billigläden, nur Supermärkte und zu viele Autos in der Innenstadt. Die Jugendlichen bemängeln die Atmosphäre, die Eintönigkeit der Geschäfte, die Baustellen und dass am »Samstagnachmittag viele Geschäfte geschlossen haben«. Beim Motzen haben es die jungen Erwachsenen aber nicht belassen. Sie machen Verbesserungsvorschläge: mehr Marken, ein Einkaufszentrum, verbesserte Freizeitangebote, mehr soziale Treffpunkte, mehr Investoren und Ausgaben für Marketing, bessere Zug- und Busverbindungen ins Hinterland. Kurz: »Die Stadt jugendlicher machen«.

Wochenblatt Redakteur @: Simone Weiß