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Engen ein Stück lebenswerter machen

Wahltest Engen Kommunalwahl
Im historischen Ratssaal fällt der Engener Gemeinderat seine Entscheidungen. swb-Bild: mu

Im WOCHENBLATT-Wahltest nehmen UWV, CDU und SPD Stellung

Engen. Spannend wird es bei der Kommunalwahl in Engen, wenn neben den etablierten UWV und CDU auch die SPD wieder ins Stadtparlament möchte. Im Wahltest stellen alle Drei ihre Ziele vor.

Frage 1: Welche großen Vorhaben und Projekte wollen Sie in den nächsten fünf Jahren anpacken?
Für die UWV Gerhard Steiner (www.uwv-engen.de): »Neben den Maßnahmen im Sanierungsgebiet Bahnhof- Breite Straße-Altstadt hat für uns, auf der Grundlage stabiler Finanzen, der Neubau einer Sporthalle als Ersatz für die alte Stadthalle und weitere Räumlichkeiten für den Anne-Frank Schulverbund Priorität. Ziel ist für uns auch der Aus- und Umbau der Sportanlagen in Welschingen für den Fußballsport. Selbstverständlich ist für uns weiterhin der bedarfsgerechte Ausbau unserer Kinderkrippen und Kindergärten. Vorrangig sehen wir den weiteren Bau von Wohnungen zu ermöglichen, und ein schnelles Internet«.
Für die CDU Bernhard Maier (www.cdu-engen.de): »Wir stehen derzeit in der unmittelbaren Planung um Umsetzung der neuen Sporthalle welche neben der alten Stadthalle gebaut wird. Danach erfolgt der Abriss der alten Stadthalle. Zudem haben und hatten wir schon immer das Kornhaus als CDU-Projekt auf der Agenda. Leider wurde dieses Vorhaben schon vor 15 Jahren während des Altstadtsanierungsprogramms gegen unser Votum trotz hoher Fördermittel im Gemeinderat abgelehnt. Wir wollen den Hochwasserschutz mit einem Millionenbetrag verbessern, schnelles Internet in allen Ortsteilen haben und investieren mehrere Millionen Euro in den Schulverbund und die Kindertagesstätten.«
Für die SPD Tim Strobel (www. spd-engen.de): »Wir treten für mehr bezahlbaren Wohnraum ein und fordern eine sozial-ökologische Baupolitik. Das Fahrrad muss in Engen einen neuen Stellenwert bekommen – durch sichere Stellplätze, Fahrradstreifen und Servicestationen an gut ausgebauten Radwegen. Im Gegenzug könnte ein Parkhaus am Bahnhof entstehen. Kita-Gebühren wollen wir mittelfristig abschaffen, die Jugendarbeit möchten wir verbessern, Schulen und Familien entlasten und das Miteinander beispielsweise durch Urban-Gardening bereichern.«

 Frage 2: Was wollen Sie gegenüber der bisherigen Arbeit des Gemeinderats verändern?
 UWV:
»Wir werden die gute, sachliche Zusammenarbeit Im Gremium und mit Bürgermeister und Verwaltung fortsetzen. Gut bewährt hat sich die Einführung von Prioritätenlisten um die vorhandenen Kapazitäten zielgerichtet einzusetzen.«

CDU: »Wir haben in den vergangenen fünf Jahren sehr gute Gemeinderatsarbeit geleistet, weshalb es keinen Grund gibt, daran etwas zu ändern. Sollten sich die Mehrheitsverhältnisse zu unseren Gunsten verändern, wäre es für uns einfacher, unsere Ziele und Visionen zu verwirklichen.«
SPD: »Wir stehen für einen Gemeinderat, der lebhaft diskutiert. Daher treten wir als dritte Partei mit einem konkreten Programm an. Außerdem wollen wir gemeinsam einen Leitbildprozess, Stadtteilkonferenzen und Ideenwerkstätten anstoßen, um Bürgerbeteiligung, Transparenz und Information weiter auszubauen. Hier braucht es neue Formate, auch online, um mit den Bürgern im Gespräch zu bleiben.«
 

Frage 3: Was wollen Sie im Rahmen des Sanierungsprogrammes in Engen umsetzen?
 UWV:
»Schon bedingt durch die aktuellen Baumaßnahmen der Deutschen Bahn werden in den nächsten fünf Jahren neben dem Wohnungsbau die Themen Bahnhofsgebäude, Busbahnhof, Parkhaus, Verkehrsführung Breitestrasse vorrangig anstehen. Für das Kornhaus ist ein Nutzungskonzept das Ziel.«
 CDU: »Nachdem wir nun die Zusage für das Sanierungsprogramm Bahnhofsbereich und Altstadt erhalten haben, werden wir mit großem Tatendrang die Sanierung des Kornhauses voranbringen. Zudem wollen wir das Bahnhofsgebäude sanieren, in der Bahnhofstraße ein Parkhaus für Berufspendler errichten und den Verkehr im Bereich Bahnhof-e und Breitestraße mit einem Verkehrskonzept sicherer machen. Hierbei werden wir besonders auf eine behindertengerechte Wegegestaltung achten.«
SPD: »Wir wollen ein neues Konzept für die Breitestraße, dass auf mehr Sicherheit insbesondere im Schülerverkehr setzt. Des Weiteren haben wir viele zusätzliche Ideen zusammengetragen, die Engen Stück für Stück lebenswerter machen. Dazu gehört ein Bürgerhaus ebenso wie freies WLAN im Stadtgebiet. Und: Engen soll zum Aushängeschild für Nachhaltigkeit in der Region werden. Das soll auch den Sanierungsprozess prägen.«

Wochenblatt Redakteur @: Ute Mucha