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Erikli: Auch Schweiz braucht Windkraft für Energiewende

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Chroobach
Chroobach Plan 3/4

Konstanzer Abgeordnete votiert für Windenergieanlagen beim Nachbarn

Konstanz. Zur aktuellen Diskussion um den Windkraft-Standort Chroobach erklärte die Konstanzer Landtagsabgeordnete Nese Erikli per Medienmitteilung:: „Den Atomausstieg der Schweiz sollten wir von deutscher Seite, auch im eigenen Interesse, unterstützen und nicht bekämpfen. Der Ausbau der Windkraft ist kein Selbstzweck, sondern ein Ausdruck von Fortschritt auf dem Weg zu einer Welt ohne Atomkraft. Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Natürlich muss gleichzeitig auch der Energieverbrauch reduziert und die Energieeffizienz gesteigert werden, aber ohne den Ausbau erneuerbarer Energien wird es nicht gehen, nicht in Deutschland und auch nicht in der Schweiz.“

Dass die Windkraftgegner auf beiden Seiten der Grenze aus Gründen des Natur-, Umwelt- und Artenschutzes gegen die Nutzung von Windenergie argumentieren, hält die Landtagsabgeordnete Erikli für widersprüchlich: „In vielen Lebensbereichen akzeptieren die Menschen die Umweltzerstörung stillschweigend, aber wenn ein Windrad gebaut werden soll, wird oft versucht die Ablehnung mit dem Natur- und Artenschutz zu begründen. Die Argumentation der Windkraftgegner erweckt teilweise den Anschein, dass Windräder zu den größten Bedrohungen für Natur und Artenvielfalt zählten und das ist sicherlich nicht der Fall.“

Die Landtagsabgeordnete Erikli hält daher andere Beweggründe auf Seiten der Windkraftgegner für entscheidend: „Ich habe den Eindruck, dass als Ablehnungsgrund hauptsächlich die Frage der Ästhetik eine Rolle spielt und dieses Argument kann nicht das entscheidende bei einer so wichtigen Zukunftsfrage sein.“ 

In einem Volksentscheid hat das Schweizer Volk im Mai 2017 nicht nur den Ausstieg aus der Kernenergie, sondern auch die Energiestrategie 2050 beschlossen. Konkret bedeutet dies, dass bis zum Jahr 2050 alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden, dass bis zum Jahr 2035 der Energieverbrauch zum Referenzwert 2010 halbiert wird und dass sukzessive der komplette Energiebedarf der Schweiz auf erneuerbare Energien umgestellt wird. Das sind auch für die Schweiz enorme Herausforderungen. Im Kanton Schaffhausen setzt sich der Strommix derzeit aus 66 Prozent Kernenergie und 32 Prozent Wasserkraft zusammen, weshalb dem Ausbau von Windenergieanlagen eine hohe Bedeutung zukommt. Ohne die Nutzung der Windkraft werde es auch in der Schweiz keine Energiewende geben.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler

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