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Erster Wachwechsel beim Verein »inSi« vollzogen

Insi Vorstand
Der neu gewählte Vorstand von „inSi“ mit dem Vorsitzenden Bernhard Grunewald, Beatrix Gabele und Miglena Abrasheva. Hinten der bisherige Vorsitzende Manfred Hensler und sein Stellvertreter Dietmar Vogel. Swb-Bild: of

Vorstandsteam neu Besetzt in nachgeholter Hauptversammlung

Singen. Der seit zwei Jahren bestehende Verein „Integration in Singen“ (InSi),.der als Nachfolgemodell des damaligen „Helferkreis Asyl“ sich neben der Begleitung von Flüchtlingen und Asylbewerbern hat sich stark entwickelt. Wie im Rahmen der Hauptversammlung am Montag im Bürgersaal des Singener Rathauses informiert wurde, stieg alleine die Zahl der größtenteils aktiven Mitglieder in dieser Zeit von  41 bei der Gründung auf nun 167 an.

Nach den zwei Jahren ist nun allerdings eine erste Zäsur angesagt. Manfred Hensler, der damals als frischgebackener Ruheständler an seine Schulleiter-Mission in der Bildung für Alle anknüpfen konnte, will sich mehr seiner Heimat Konstanz widmen und dem dortigen Projekt „Internationales Forum Konstanz“ beistehen, das sich wie „inSi“ zu mehr Integration entwickeln will. Als Beirat wird er trotzdem weiter für „inSi“ im Einsatz sein. Als sein Nachfolger wurde Bernhard Grunewald, bislang dritter Vorsitzender in der Versammlung gewählt. Auch Dietmar Vogel, bislang zweiter Vorsitzender und schon im Helferkreis Asyl in Sprachvermittlung engagiert, möchte künftig nur noch als Beisitzer fungieren. Als Nachfolgerin wurde Miglena Abrasheva gewählt, die in der Caritas den Bereich Integrationsmanagement bearbeitet. Künftige dritte Vorsitzende wird Beatrix Gabele, die als langjährige Elternbeiratsvorsitzende über besondere Netzwerke verfügt.

Die Corona-Zeiten waren auch für den Verein „inSi“ sehr hart. Denn die Flüchtlinge waren für den Verein per Besuch viele Wochen nicht erreichbar. „Da hätten wir unter Umständen 25.000 Euro Strafe zahlen müssen, wenn wir in die gesperrten Unterkünfte gegangen wären.so Bernhard Grunewald.

Deshalb ein Blick nach vorne: mit den neu gewählten Beisitzern sollen im Rahmen einer Klausur Aufgabenfelder besprochen werden um als Netzwerk noch effizienter zu werden. Der Verein „InSi“ verfügt inzwischen über 10 gespendete Labtops, die zum Beispiel im Homeschooling eingesetzt werden sollen, wenn Familien über keine solchen Geräte verfügen. Mit viel Vorfreude wird derzeit in Singen die „Internationale Woche“ im September vorbereitet, bei denen InSi natürlich mitwirkt.

Enorm viel wurde in Sachen Sprachunterricht im vergangenen Jahr geboten, konnte  Dietmar Vogel bilanzieren. Freilich fordert das den Verein erneut: denn war dieses Angebot am Anfang noch komplett ehrenamtlich, so werden die Helfer hier inzwischen mit einer Aufwandsentschädigung bedacht.

Manfred Hensler konnte abschließend noch verkünden, dass der Verein an dem vom Ministerium ausgeschriebenen Programm "Migrantenorganisationen stärken und vernetzen" im Rahmen des Impulsprogrammes "Gesellschaftlicher Zusammenhalt" sich erfolgreich beworben hat und als eine von zehn Städten durch das Sozialministeriums gefördert wird. "Die Tatsache, dass wir hier mit dabei sein dürfen", so Manfred Hensler, "empfinde ich als Anerkennung für die von unserem Verein in den letzten beiden Jahren nicht nur in Singen, sondern oft auch über Singen hinaus geleisteten Arbeit. Unser Ziel ist es, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammenzubringen und bei ihnen das Gefühl dafür zu stärken, dass wir alle zusammen unsere Stadt gestalten und voranbringen und vorhandene Gräben zuschütten müssen. Gerade in einer Stadt, in welcher mehr als die Hälfte der Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat, sei das eine ganz zentrale gesellschaftliche Aufgabe, deren Gelingen großen Einfluss hat auf die Zukunft der Stadt und darüber hinaus auch des ganzen Landkreises.“

Wochenblatt @: Oliver Fiedler