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Experimentelle vor der "Jubiläumsausgabe"

Experimentelle
Gottmadingens Bürgermeister Dr. Michael Klinger, Paul Ryf vom Kulturverein Thayngen-Reiat, Titis Koch und Bernhad Gassner an einem Kunstwerk von Armin Göhringer, das von einer früheren Ausstellung hier stehen blieb. swb-Bild: of

20. Auflage des Kunstprojekts ab dem 6. Juli in Randegg und in fünf weiteren Orten

Randegg. Vor 30 Jahren begann die Geschichte der "Experimentellen" in Randegg einst ziemlich improvisiert in der Grenzlandhalle. Dieses jahr wird das Kunstenvent unter Federführung von Titus Koch und dem "Förderkreis für Kultur und Heimatgeschichte" in der 20. Auflage durchgeführt. Sechs Ausstellungen sind es auch dieses Jahr wieder, für die sich 320 Künstler beworben hatten uind von denen 76 in die Ausstellung aufgenommen wurden, wie es auf der Medienkonferenz zu erfahren gab.

Das Jubiläum wird gleich am Tag nach der Eröffnung im Hegau mit einer ganz besonderen Aktion gefeiert, kündigten nun Titus Koch und Berhard Gassner als Vorsitzender des "FöKuHei" an: am 7. Juli werden sieben Künstler ein "Zeitdokument" mit den Maßen 30 mal 2 Meter auf Leinwand auf der Straße unter dem Schloss Randegg schaffen, das es in dieser Form als ein Bild nur kurz geben wird. Teile davon sollen nämlich gleich abgeschnitten und für die Sponsoren und Gönner der Ausstellung als Gabe gerahmt werden, so Titus Koche. Das Entstehen des Riesenbildes ist öffentlich.

"Das Projekt habe ich schon in der stürmischen Zeit seiner Jugend schätzen gelernt", sagt Bürgermeister Dr. Michael Klinger. "Jetzt ist es Erwachsen geworden und eines der großen Aushängeschilder in Sachen Kutlur für unseren Ort", unterstreicht er in seinem kurzen Beitrag. Raul Ryf vom Kulturverein Reiat-Thayngen, der auch schon bald 20 Jahre bei der Experimentellen im Boot ist unterstreicht das große öffentliche Interesse, in die dort dreigeteilte Ausstellung rund um den "Sternen" die alle zwei Jahre kommt. "Das möchten wir keinesfalls missen". sagt Ryf. Das wird auch die die Beiträge der Standorte am Budget von rund 70.000 Euro für das Projekt unterstrichen, das in dieser geringen Summe freilich nach wie vor durch sehr viel Ehrenamt gestemmt werden kann. "Eigentlich sind wird schon größer als die "Dokumenta", sagt Titus Koch nicht ohne Stolz auf sich. Leider hätten das nur die überregionalen Medien und Kulturkanäle im TV wie arte oder 3SAT nicht erkannt. Denn dort bekomme man stets nur Absagen, wenn darum ginge, doch mal Notiz von diesem europäischen Kulturengagement zu nehmen.

In Randegg werden 36 Künstler vom 6. Juli bis 9. September präsentiert. Darunter sind einige wirkliche Leckerbissen als "Neulinge" in der Ausstellung. Zum Beispiel das Künstlerpaar Mwangi Huter oder der gefeierte Skulteur Jörg Bach. Neben Randegg gibt es die Experimentelle dieses Jahr in Ruhestetten (Kreis Sigmaringen, 13. Juli bis 9. September), in Thayngen (20. Juli bis 26. August), in Amstetten (NÖ, 11. Juni bis 14. Oktober), in Bad Schussenried (27. Juli bis 9, September) und als nachspiel in Stasbourg (8. bis 26. Oktober) zu erleben.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler