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Fast ungetrübter Badespaß

Erfolgreiche Badesaison im Höhenfreibad
Das Gottmadinger Höhenfreibad ist beliebter Treffpunkt für Wasserratten und Badegäste. Das zeigen die Zahlen der vergangenen Saison.swb- Bild: Archiv

Erfolgreiche Badesaison im Höhenfreibad

Gottmadingen. Es ist beste Werbung für die Gemeinde und im Sommer liebstes Kind der Wasserratten: Das 2014/15 aufwändig sanierte Höhenfreibad hat die Erwartungen weit übertroffen, stellte Bürgermeister Dr. Michael Klinger erfreut fest. Die Bilanz der Badesaison 2019 gibt ihm recht.

Mit 3.431 Besucher ist der 30. Juni 2019 Spitzenreiter der Öffnungstage, Insgesamt pilgerten 80.102 Badegäste in das idyllisch gelegene Höhenfreibad. „Das sind deutlich mehr als in der größeren Nachbarstadt Singen mit gut 70.000“, merkte Klinger zufrieden an.

Bereits das Vorjahr 2018 spiegelte die Beliebtheit des Gottmadingers Bad wider, als der heiße Sommer 92.634 Besucher ins kühle Nass nach Gottmadingen lockte.

Doch die hohen Besucherzahlen haben auch ihre Schattenseiten: Die Zahl der auffälligen Badegäste stieg, so dass die Gemeinde einen Sicherheitsdienst bereit stellte, der im Notfall einschreiten könnte. Und das war gut so, lobte Schwimmmeister Guido Schäfer die schnelle Reaktion der Verwaltung auf renitente Störenfriede, die auch Hausverbote ignorieren. „Wir sind wachsam und wollen keine Eskalation im Bad“, betonte er. Zusätzlich zu dem Sicherheitsdienst absolvierten die Mitarbeiter im Freibad einen Selbstverteidigungskurs und personell sei das Team auch gut aufgestellt, ergänzte Hauptamtsleiterin Marion Haas.

Lob für die Schwimmmeister, ihre Mitarbeiter und den Kiosk verteilten auch die Gemeinderäte. Dr. Bernd Schöffling (CDU) sieht es als „tolle soziale Leistung der Gemeinde für alle Bürger“ und Kirsten Graf (SPD) fühle sich sehr wohl im Höhenfreibad.

Durch den Umbau des Bades mit moderner Technik und mehr Leistungen sind allerdings auch die Kosten für den Badebetrieb gestiegen. Diese betrugen 2018 945.000 Euro mit einem Defizit von 675..000 Euro und in diesem Jahr sind 809.000 Euro Defizit veranschlagt. allerdings sind dabei die Abschreibungen und kalkulatorische Kosten zu berücksichtigen, so dass das Restdefizit noch 414.000 Euro beträgt. „Wir drehen jetzt ein wesentlich größeres Rad als vor der Sanierung“, fasste Michael Klinger zusammen. Doch dafür biete die Gemeinde viel mehr Menschen aus Gottmadingen und der Umgebung ein tolles Bad mit vielen Attraktionen.

Wochenblatt Redakteur @: Graziella Verchio