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Festival der Digitalisierungs-Visionen

Wirtschaftsforum
Sascha Lobo (erst mal als Graphik) und Felix Hummel auf der Bühne der Singener Stadthalle beim Abendtalk. swb-Bild: of

Wirtschaftsforum in der 9. Auflage als visionäre Veranstaltung

Singen. Geradezu ein kleines "Digitalisierungs-Festival war das 9. Wirtschaftsforum in der Singener Stadthalle mit der Volksbank SBH als Hauptsponsor das mit seinem Slogan "Nicht reden - einfach machen. Einfach Digital" am Donnerstag doch für eine ganze Menge Aha-Erlebnisse sorgte, vor allem darüber was schon gehen könnte in Wirtschaft, Bildung und auch Politik. Für viele ein Aha-Moment war dabei aber auch, dass vieles hier in der Region und vor Ort kaum umgesetzt ist, die Trends also auch woanders gesetzt werden. Beim großen Abendvortrag mit Sascha Lobo (erst mal als Graphik) und Felix Hummel auf der Bühne, wurde freilich auch drastisch vorgeführt, wie Digitalisierung die Informations-, Kommunikationswege und damit die Gesellschaft verändert.

Rund 100 Teilnehmer waren dabei beim 9. Wirtschaftsforum in der Singener Stadthalle, wie deren Geschäftsführer Roland Frank im Rahmen des Mediengesprächs zum Start informierte. Firmenansiedlungen seien nicht die Absicht dieses Rahmens, sagte Wirtschaftsförderer Oliver Rahn auf Anfrage, das Forum sei eher gedacht um Kontakten unter den Unternehmen zu pflegen und ihnen neue Horizonte zu öffnen. Die Stadthalle Singen, die hier als "Singen Congress" auftritt, habe im letzten Jahr rund 100 Tagungen- Meetings oder Firmenveranstaltungen gehabt, da sei das Wirtschaftsforum auch eine Plattform, um hier aufzuzeigen, was möglich sei in der Stadthalle, so Roland Frank ebenfalls auf Nachfrage.

Zum Auftakt des Tagesprogramms hielt Ralf Kluth, Geschäftsführer der auf digitale Transformation spezialisierten Unternehmensberatungs-Gesellschaft "Avura" (ein Outsourcing der Volksbank Schwarzwald Baar Hegau), einen Impulsvortrag über Ideen für die Welt von morgen. "Entdecke Dein NaturTalent!" hieß es in der Workshop-Runde bei Thomas Perr, Botschafter der gleichnamigen Stiftung. Über digitale Angriffe und den Schutz davor konnten sich die Teilnehmer anhand realer Hacker-Szenarien bei Thomas Haase von "T-Systems" informieren. Timo Heckel und Peter Keck von "Avura" demonstrierten die Reduktion nicht wertschöpfender Schritte in Unternehmen durch Datenaufzeichnung. Robotik im Einsatz zeigten Tobias Riezler und Andreas Däubel von "Robominds" mit dem Roboter als Portraitmaler.

Virtuelle Realitäten, insbesondere Lernumgebungen führte Martin Zimmermann von "Imsimity" aus St. Georgen vor. Interessant ist dabei besonders, dass er in Sachen Schuldigitalisierung schon für das Land Nordrhein-Westfalen tätig ist und Baden-Württemberg sich hier trotz Besuchen von Digitalisierungsminister Strobl und Kultusministerin Eisenman sich offensichtlich noch zu keiner Strategie entschließen konnte, wie er in der Medienkonferenz sagte. Auch mit dem Kanton Schaffhausen sei er in engen Gesprächen, zum Beispiel für die Ausbildung in der Feuerwehr mittel virtuellen 3-D Simulationen, der sein Unternehmen entwickelt hatte.

Den Einsatz von Methoden maschinellen Lernens zur Absatzprognose und optimierten Produktion am Beispiel mittelständischer Bäckereien präsentierte Nils Passau von "Meteolytix".

So genannte Multi-Space-Arbeitswelten mit unterschiedlichen Zonen für Konzentration, Kommunikation und Rückzug stellte Arne Drewes von "Designfunktion" vor.


Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler