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Festland übertrifft erneut die Gemüseinsel Reichenau

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Die Gemüseinsel Reichnau aus der Luft gesehen. swb-Bild: Reichenau eG; Mende

40 Prozent des Umsatzes der Genossenschaft inzwischen mit "BIO"

Reichenau. Mit durch die Corona-Beschränkungen bedingter Verspätung und in einem etwas anderen Rahmen fand die Generalversammlung der Genossenschaften erst jetzt in der Insel-Halle der Gemeinde Reichenau statt. Zusammen erzielte der Firmenverbund auf der Gemüseinsel einen Gesamtumsatz von 61,5 Millionen Euro, wurde dazu informiert. Geschäftsführer Johannes Bliestle blickte auf ein insgesamt zufriedenstellendes Gemüsejahr 2019 zurück. Mit einer Vermarktungsmenge von rund 15.000 Tonnen wurde nahezu die Gesamttonnage des Vorjahres erreicht. Der Erzeugerumsatz erhöhte sich um 2,7 Prozent.

Von dem Gesamtumsatz der Genossenschaft stammen mittlerweile über die Hälfte aus der Produktion der drei Gärtnersiedlungen in Singen-Beuren, Aach und Mühlingen. Ein weiteres Bio-Gewächshaus mit 4,4 ha befindet sich derzeit am Standort Singen-Beuren im Bau und soll bald "in Betrieb" gehen können.  

"Erfreulich ist die Entwicklung des Bio-Anbaus", so Bliestle. Mengenmäßig steuert die Genossenschaft mit ihren Gärtnern mittlerweile auf 30 Prozent Bio-Anbau zu, wertmäßig bewege man sich hier bei fast 40 Prozent Anteil am Gesamtumsatz. Mit hochwertiger Bio-Ware, fast ausschließlich in Bioland- und Naturlandqualität, zähle man bundesweit gesehen zu den herausragenden Bio-Produktionsstätten im Gemüsebau. Mit dem neuen Gewächshaus werde sich dieser Anteil nochmals erhöhen.  

Vor dem Hintergrund drängender gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klimawandel, Insektenschutz und steigende Bevölkerungszahlen wurden auch die Themen Nachhaltigkeit-, Umwelt- und Ressourcenschutz ange-sprochen.

Gerade für eine Erzeugerorganisation wie die Reichenau-Gemüse eG, mit ihrer Gemüseproduktion mitten auf einer Insel im größten Trinkwasserspeicher Europas und Anlagen auf dem Festland im Hegau, ist ein bewusstes Bekenntnis zum nachhaltigen Management und eine verantwortungsvolle Unternehmensführung unverzichtbar, so der Geschäftsführer. Mit einer Energieberatungsfirma wurde daher eine energetische Analyse der gesamten Vermarktungseinrichtung durchgeführt. Hierbei wurden Energieeinsparungspotenziale identifiziert und entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung berichtete Bliestle über aktuelle Projekte im Bereich Marketing und Logistik. Ziel mit diesen Projekten ist es, dem Handel und den Verbrauchern auch weiter hochwertiges und gesundes Frischgemüse direkt aus der Region anzubieten und die Marke zu stärken.

Ergänzend teilt der Geschäftsführer mit, dass es bisher auch in dem sehr schwierigen und noch laufenden Coronajahr 2020 gelungen sei, die Gemüseerzeugung in den Betrieben aufrecht zu erhalten und die Ware zügig und frisch zu liefern und zu vermarkten.  

Traditionsgemäß standen auch Wahlen und Ehrungen in der wichtigsten Veranstaltung der Genossenschaften an.

In den Vorstand der Reichenau-Gemüse eG wurde Stefanie Wehrle und in den Aufsichtsrat Johannes Blum, Friedbert Deggelmann und Manfred Wedele wiedergewählt. In den Vorstand der Raiffeisen-Lagerhaus eG Manfred Wedele als stellv. Vorsitzender und Johannes Blum; in den Aufsichtsrat  Friedbert Deggelmann und Stefanie Wehrle.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler