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Fragezeichen zur Singener Halbmarathon-Zukunft

Halbmarathon
Vor 20 Jahren startete beim Singener Rathaus der 1. Sparkassen Hegau Halbmarathon. Daran erinnerten die Veranstalter und Sponsoren beim Medientermin am Montag mit einem Plakat von damals. Die weitere Zukunft des Laufevents ist freilich noch ungewiss, gab es dort zu erfahren. swb-Bild: of

DJK klinkt sich aus / Kooperation mit professionellen Veranstaltern als Option

Singen (of). Am 23. September ist wieder Halbmarathon-Tag in Singen. Die Beliebtheit des Laufevent, der einst vom damaligen OB Andreas Renner 1998 im Vorfeld der Landesgartenschau und durch die Fertigstellung der »Insel Wehrd« durch die Allianz-Stiftung initiiert wurde, wird inzwischen zum 21. Mal ausgetragen. Einige Male hatte das Datum gewechselt, auch im Konflikt zu anderen Veranstaltungen. Inzwischen ist der Halbmarathon seit einigen Jahren im September angekommen. »Ohne die vielen Helfer im Ehrenamt und vor allem die Sponsoren wäre der Hegau Sparkassen Halbmarathon über die vielen Jahre hinweg in dieser Qualität nicht möglich gewesen«, lobte OB Bernd Häusler.
Erstmals ist in diesem Jahr die Stadt Singen Veranstalter und nicht mehr die DJK-Leichtathletikabteilung, gab Bernd Häusler bekannt. Insgesamt stünde der Halbmarathon in Singen vor größeren Veränderungen in der näheren Zukunft so Häusler weiter in der Medienkonferenz. Man sei derzeit in Verhandlungen auch mit professionellen Veranstaltern, da einfach der Bereich Ehrenamt hier doch an seine Grenzen gekommen sei.

Michael Turri von der DJK Singen beklagte, dass bei der Unterstützung aus dem Verein doch immer mehr die Basis fehle. Deshalb habe es in der Hauptversammlung des Vereins die klare Botschaft gegeben, dass der 20. Halbmarathon der letzte war, unter der Regie des Vereins durchgeführt wurde. Marc Burzinski von den DJK-Triathleten sagte, »unsere Unterstützung haben wir weiter zugesichert, aber es ist nicht sicher, in welchem Umfang dies noch möglich ist.« Roland Brecht als Vertreter des Sportausschuss zeigte Verständnis für die anstehenden Veränderungen, er hoffe aber dass dieses Highlight im Sportjahr auch weiterhin angeboten werden könne. Von den Hauptsponsoren Udo Klopfer  (Sparkasse Hegau-Bodensee), Karl Mohr von der Thüga, wie Clemens Fleischmann (Ottilienquelle) gab es Signale, dass sie hier weiter dabei bleiben wollen, weil der Lauf doch ein Aushängeschild für die Stadt ist. „Mir blutet da schon etwas das Herz“, bekannte Otto Schweizer. „Ich glaube aber dass es in Singen schon Kräfte gibt, die man nur entsprechend bündeln muss um hier eine neue Basis zu finden. Ich würde mir wirklich wünschen, dass es ein 22. Mal gibt.“

Bernd Walz vom Kultur- und Sportamt, der auch schon seit 20 Jahren in der Organisation mit dabei ist betonte, dass das Interesse der Stadt schon sehr groß sei, dieses Event weiterhin anzubieten. »Wir werden eine Lösung finden«, zeigte er sich zuversichtlich. »Jetzt steht aber erst mal der 21. Lauf an.« Im Oktober könne man vielleicht schon mehr sagen.
Noch laufen die Anmeldungen auf Hochtouren, die Marke von rund 1.000 Anmeldungen und rund 900 Finishern aus den letzten Jahren ist gesetzt. Ziemlich sicher sei, dass es in diesem Jahr wohl keine Halbprofis aus Afrika geben werde. Denn erstmals werde es die Siegprämie nicht mehr in Geld sondern in Singener Geschenkschecks geben werde um den regionalen Charakter des Laufevents zu unterstreichen. Die Anmeldung läuft über www.djk-singen.de/halbmarathon

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler