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Freie Impftermine im Landkreis

Kreisimpfzentrum
Im Kreisimpfzentrum Singen gibt es aktuell noch Termine für Mittwoch, 14. und Donnerstag, 15. April. swb-Bild: Archiv

Für Mittwoch und Donnerstag können noch Termine im Kreisimpfzentrum gebucht werden

Landkreis Konstanz. Durch zusätzliche Impfstofflieferungen soll nun auch im Landkreis Konstanz das Impftempo anziehen. Im Kreisimpfzentum Singen sollen ab jetzt bis zu 800 Impfdosen pro Tag verabreicht werden, kündigte Landrat Zeno Danner an.  Für Mittwoch, 14. und Donnerstag, 15. April gibt es aktuell noch freie Impftermine für den Impfstoff von AstraZeneca. Die genauen Informationen dazu finden sich auf der Homepage des Landratsamts.

Mit dabei beim Online-Pressegespräch war auch Dr. Stefan Bushuven vom Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz. Er betonte, dass dieser Impfstoff besser sei als sein Ruf. »Die  Sinusvenenthrombosen, die nach einer Impfung mit AstraZeneca auftreten können, sind extrem selten. Sie treten aktuell nur in einer gewissen Häufung auf, weil innerhalb kürzester Zeit viele Millionen Menschen mit dem AstraZeneca Impfstoff geimpft wurden«, sagt Bushuven. Der Vorteil dieses Vakzins sei zudem, dass es auch sehr gut vor der britischen Variante des Virus schütze. Wer drei bis vier Tage nach einer Impfung nochmals starke Kopfschmerzen oder rote Flecken auf der Haut bekomme, solle sich schnellstmöglich an einen Arzt wenden.

Landratsamt: »Bisher keine Sinusvenenthrombosen im Landkreis«

Trotz allen beschwichtigungen spürt man im Landratsamt die Skepsis gegenüber dem Impfstoff, denn immer wieder kommt es vor, dass Termine abgesagt werden. »Von 800 Impfterminen am Tag werden durchschnittlich 10 nicht angenommen«, erklärt Jens Bittermann, der im Landratsamt für das Kreisimpfzentrum zuständig ist. Trotzdem verfallen keine Impfdosen, denn auch geöffnet sind diese bis zu 48 Stunden haltbar. Gerüchte, wonach es im Landkreis Konstanz schon Todesfälle aufgrund von Sinusvenenthrombosen in Verbindung mit der AstraZeneca-Impfung gegeben habe, dementierte der Landrat auf Nachfrage des Wochenblatts. »Mir sind solche Gerüchte bekannt. Allerdings gab es unserer Kenntnis nach keine solchen Fälle. Zwar gab es einen Todesfall in engem zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung allerdings nicht aufgrund einer Thrombose«, so Landrat Danner. Die Leiter der Kliniken, die auch mit in der Konferenz waren, betonten ebenfalls, dass ihnen keine Fälle von Sinusvenenthrombosen im Zusammenhang mit der Impfung aus dem Landkreis bekannt seien.

Impfstart bei Hausärzten gut angelaufen

Ein positives Fazit über den Impfstart bei den Hausärzten zog  Dr. Petra Zantl vom Vorstand der Konstanzer Ärzteschaft. »Das Impfen bei den Hausärzten ist sehr gut angelaufen, allerdings erleben wir grade oft, dass Menschen jetzt einen Termin, den sie bereits im Impfzentrum vereinbart hatten, absagen, weil sie sich lieber vom Hausarzt impfen lassen wollen. Das sollte man nicht tun. Meine Bitte an alle ist, nehmen Sie den ersten Termin, den sie bekommen können«, so Zantl.

 

 

Wochenblatt @: Dominique Hahn