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Fünf Fragen an Andreas Jung (CDU)

Andreas Jung
Andreas Jung will für die CDU in den Bundestag einziehen. swb-Bild: CDU/CSU-Bundestagsfraktion/ Michael Wittig

Die Kandidaten zur Bundestagswahl für den Landkreis Konstanz, Teil 4

Landkreis Konstanz. Das Wochenblatt stellt in den Wochen vor der Bundestagswahl die Kandidaten der Parteien aus dem Wahlkreis vor. Mit Fragen aus der Redaktion, die sie an alle gleich gestellt hat. Diese Woche ist Andreas Jung (CDU) an der Reihe.


1. Frage: Warum sind Sie in die Politik eingestiegen und gerade in Ihre Partei?
 
Andreas Jung: »Mich hat 1989 die friedliche Revolution begeistert. Menschen gingen auf die Straße und erkämpften sich Demokratie und Freiheit. Wir hatten das alles schon, dann musste man sich doch auch dafür einsetzen! Zur Jungen Union bin ich gegangen wegen der Verbindung von Einheit und Europa. Bei der CDU geblieben bin ich, weil Werteorientierung ein wichtiger Kompass ist. Und verändern und erneuern will ich sie, weil nichts so gut ist, dass es nicht auch noch besser werden kann.«
 
2. Frage: Was wollen Sie zu Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit umsetzen – und wo sehen Sie für sich persönlich Defizite bei sich?

 
Andreas Jung: »Beim beschleunigten Weg zur Klimaneutralität müssen wir alle Menschen mitnehmen. Deshalb muss es starke Unterstützung bei Umbau und Umstieg geben: Zuschüsse und Steuerförderung für Heizungsaustausch und Gebäudesanierung, Kaufprämie für ökologische Autos, billigere Zugtickets. Einnahmen aus CO2-Zertifiakten müssen in Stromverbilligung gesteckt werden. Generell: Wer etwas für die Umwelt tut, soll auch Geld sparen. Für gute Arbeitsplätze setzen wir auf Innovationen, etwa mit der Wasserstoff-Strategie. Ich selbst will noch öfter kürzere Strecken mit dem Fahrrad fahren.«
 
 
3. Frage: Konkret: was sollte sich bis in zehn Jahren – auch für unsere Region – durch die Politik verändert haben?​
 
Andreas Jung: »Hürden zur Schweiz sind überwunden und die Grenze ist vergessen – mit gemeinsamen Strategien und gleichen Bedingungen auf beiden Seiten. Wir haben eine exzellente Infrastruktur für nachhaltige Mobilität und digitale Teilhabe. Es gibt schnelles Internet, schnelle Radwege und schnelle Züge in alle Richtungen – vom Bahnhof Singen etwa nach Stuttgart. Der öffentliche Verkehr ist attraktiv, auch früh morgens und spät abends – und auf der ausgebauten B 33 kann dank Schnellladesäulen und Wasserstoff-Tankstellen CO2-frei gefahren werden.«
 
4. Frage: Was wäre Ihr persönlicher Beitrag gegen die zunehmende Tendenz zur Spaltung unserer Gesellschaft?
 
Andreas Jung: »Zusammenführen, wo andere Öl ins Feuer gießen. Ein entschiedenes Eintreten für eine Politik der Mitte, für verlässliche Partnerschaft von Bund, Land und Kommunen, für Integration der hier lebenden Menschen auf Basis der Werte des Grundgesetzes, für eine ökologische und soziale Marktwirtschaft, die in Verantwortung für künftige Generationen konsequent auf Nachhaltigkeit setzt – und für die Stärkung des Ehrenamts, weil es unsere Gesellschaft lebenswert macht.«
 
5. Frage: Wer sollte Sie besser nicht wählen?
 
Andreas Jung: »Als Wahlkreisabgeordneter verstehe ich mich als die Stimme unserer Region. So kämpfe ich in Berlin mit vollem Einsatz für unsere Interessen. Ohne Ideologie, aber mit Nachdruck, wenn es Widerstände gibt auch hartnäckig und wo immer es der Sache dient auch parteiübergreifend. Erfolge sind immer ein Gemeinschaftswerk! So verstehe ich meine Aufgabe und mit dieser Haltung werbe ich bei allen Bürgerinnen und Bürgern um Vertrauen.«

Lebensdaten
Mit seiner Familie lebt er auf der Insel Reichenau. Aufgewachsen ist er in Stockach. Dort hat er Abitur gemacht und dann in Konstanz Jura studiert. Nach dem Referendariat in Freiburg arbeitete er als Rechtsanwalt in Mannheim. »Ich wurde dann 2005 erstmals in den Bundestag gewählt und vertrete seitdem unseren Wahlkreis in Berlin.« Von Beginn an engagiert er sich in unterschiedlichem Kontext für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Umwelt, für die Partnerschaft mit Frankreich und für ein starkes Europa. Heute ist er Vorsitzender der CDU-Abgeordneten aus Baden-Württemberg, stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion für Haushalt, Finanzen und Kommunalpolitik und Co-Vorsitzender der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung.

Wochenblatt @: Dominique Hahn


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