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Für alle, die trauern und sich verabschieden wollen

Trauerort Hospiz
Der Trauerort beim Hospiz(v.l): Ulrike Traub und Elisabeth Paul.andere: Mittragen, weils gut tut. V.li. Lisa Bammel, Wolfgang Heintschel, Christian Grams, Ulrike Traub und Elisabeth Paul. swb-Bild: ly

Auftaktveranstaltung für Trauerort bei Hospiz

Singen. Trauer ist Abschied und Neuorientierung zugleich. Sowohl Abschied, Tod und Trauer halten sich nicht an Regeln. Trauer verbindet man mit Schmerz, Leere aber auch Dankbarkeit. Erinnerungen werden wach an Verstorbene und sind stille Begleiter.

Horizont heißt das entstehende Ökumenische Hospiz-und Palliativzentrum in der Singener Innenstadt. Ein Zentrum, an dem Sterben, Abschied und Trauer ganz nah beieinander sein werden und bei dem es im Außenbereich einen besonders gestalteten Trauerort geben wird. In einer Auftaktveranstaltung stellten diesen die beiden Horizont-Geschäftsführer Christian Grams (Diakonie), Wolfgang Heintschel (Caritas) sowie die Projektleiterinnen Elisabeth Paul und Ulrike Traub am Dienstag vor.

Anschaulich mit rot-weißem Absperrband wurden die Dimensionen im Wichernsaal des zukünftigen Trauerorts abgesteckt, damit sich jede/r ein Bild machen konnte wie ein 10x10 Meter großes Gartenteil später an der Wetzstein Villa kreativ zu einem Trauerort umgesetzt werden kann.

"Etwas annehmen in seiner Endgültigkeit, für Menschen die sich verabschieden wollen, aber auch ein Ort des Miteinanders soll es werden. Trauer soll hier sichtbar werden dürfen und für Menschen aus allen unterschiedlichen Kulturkreisen und Religionen offen sein," so Ulrike Traub. Und Elisabeth Paul ergänzte,"wir haben uns bewusst für das Stadtzentrum entschieden, ein Ort mitten im Leben, ein Ort mit den üblichen Geräuschen bei Tag und Nacht an dem sich Trauernde geschützt fühlen können, weinen dürfen und auch ein Platz für persönliche Rituale sein kann".

Für Öffentlichkeitsarbeit sowie Fundraising (Kapitalbeschaffung) des Trauerortes werden Lisa Bammel und Sandra Storz verantwortlich sein. Laut Christian Grams wird die Entstehung und Gestaltung des Trauerortes durch die Baden-Würrtemberg-Stiftung unterstützt und für drei Jahre gefördert.

Ein Ideenpool - wie der Trauerort gestaltet werden könnte, entstand zugleich an der Auftaktveranstaltung. Sitzmöglichkeiten, Brunnen-Wasser, eine Tafel an der Trauernde ihre Gedanken mit Kreide aufschreiben können, Opferkerzen waren nur einige Vorschläge um Trauersymbolik auszudrücken.Wer sich mit weiteren Ideen einbringen möchte, wendet sich an Ulrike Traub 07731-51398, ulrike.traub(at)lebensweise-im-alter.de oder an Elisabeth Paul, Feuerwehrstr.6 in Singen. 

"Sterbende Menschen achtsam und zugewandt in ihren letzten Tagen begleiten, dafür werden neben etlichen Engagierten  auch sieben PflegerInnen und neun Ärzte zuständig sein," berichtete Wolfgang Heintschel.Und Christian Grams zeigte sich überzeugt dass das Hospizzentrum bei Fertigstellung einzigartig in Baden-Würrtemberg sein wird.

Ein ehrgeiziger Zeitplan steht jedoch bevor. Wie die beiden Geschäftsführer bekannt gaben ist für den 20.Juli die Grundsteinlegung des Neubaus anvisiert. Danach soll am 14.Oktober der Einzug des Hospiz Vereins in die Wetzstein Villa sowie Ende 2018 Fertigstellung und Bezug des Neubaus erfolgen.

Der Trauerort beim Hospiz(v.l): Ulrike Traub und Elisabeth Paul.andere: Mittragen, weils gut tut. V.li. Lisa Bammel, Wolfgang Heintschel, Christian Grams, Ulrike Traub und Elisabeth Paul. swb-Bild: ly 

Wochenblatt Redakteur @: Stefan Mohr