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Geborgenheit durch ein lebendiges geistliches Haus

Im Namen der evangelischen Nachbarschaftsgemeinden gratulierte Pfarrerin Andrea Fink-Hauser (Lutherpfarrei) im Bild rechts. Zur Einweihung des Gemeindezentrums brachte sie ein Rosenbäumchen. Links Pfarrer Thomas Michael Kiesebrink. swb-Bild: hz

Die evangelischen Kirchengemeinden Aach-Volkertshausen präsentierten ihr neues Gemeindezentrum.

Aach. „Wir haben allen Grund zum Feiern“ sagte Pfarrer Thomas Michael Kiesebrink am vergangenen Sonntag und fuhr fort: „Bis auf die Parkplatzbeschilderung ist alles fertig geworden“. Mit einem Festakt luden die evangelischen Kirchengemeinden Aach-Volkertshausen nach zweijähriger Bauzeit zur Einweihung und Besichtigung des neuen Gemeindezentrums ein.

Pfarrer Kiesebrink sprach von einem Neuaufbruch des Gemeindelebens. Damit meinte er die bestechende Vielfalt der Nutzung von den neuen Räumlichkeiten. Neben der Gemeindearbeit (Gottesdienste, Seniorentreffen, Gemeindefeste etc.) wird das Zentrum künftig auch für kommunale Angebote genutzt. Einen Schwerpunkt der Aktivitäten bilden die Angebote der „Kulturkirche“. Ein neu gegründeter Ausschuss für diesen Bereich organisiert Konzerte, Ausstellungen, Lesungen und eine offene Bühne, wo sich Kleinkünstler präsentieren können. Außerdem sieht die evangelische Kirche im Gemeindezentrum auch einen Treffpunk für die Jugend.

Der Festakt begann mit einem Show Auftritt vom RSMV Edelweiß Aach. Danach erläuterte der Kirchengemeinderatsvorsitzende Uwe Ziegler Einzelheiten zur Bauphase und zur Finanzierung. Die Kirche mit den bunten Mosaik-Fenstern blieb in ihrer Substanz erhalten und wurde an den modernen Stil des Gemeindezentrums angepasst. Der Neubau kostete rund 1,2 Millionen Euro. Das Objekt wurde finanziert durch die Kirchengemeinde, durch die  Landeskirche und durch ein Baudarlehen. Architekt Helmut Dury sprach von einem komplexen Bauauftrag. Er übergab den Neubau mit den besten Wünschen für die Zukunft.  Dekanin Hiltrud Schneider Cimbal vom evangelischen Kirchenbezirk Konstanz unterstrich die Wichtigkeit eines eigenen Gemeindehauses. Sie erläuterte: „Das neue Gemeindehaus bedeutet Heimat, Sicherheit und Geborgenheit durch ein lebendiges geistliches Haus“.

Stellvertretend für die Bürgermeister im Kirchengemeindegebiet gratulierte Bürgermeister Manfred Ossola und übergab symbolisch Brot und Salz. Ossola erklärte: „Das Brot steht für genügend Nahrung, Salz für Wohlstand und Wohlergehen“. Die Grüße der katholischen Gemeinde brachte der Kirchengemeinderatsvorsitzende Christian Jurisch. Während der Bauphase feierte die evangelische Kirche ihre Gottesdienste in der katholischen Pfarrkirche. Für Jurisch war das eine Selbstverständlichkeit. Er sagte:  „Durch die Gottesdienste von beiden Konfessionen in unserer Kirche  sind die  Gläubigen noch mehr aufeinander zugegangen“. Die Grüße der evangelischen Nachbarschaftsgemeinden kamen von Pfarrerin Andrea Fink-Hauser (Lutherpfarrei Singen), Pfarrer Michael Wurster gratulierte im Namen der evangelischen Kirchengemeinde Engen. Musikalisch umrahmte der ökumenische Kirchenchor Aach unter der Leitung von Kornelia Scherer-Chrobog. Der Festakt endete mit dem gemeinsamen Kanon: „Lobe den Herrn, meine Seele“. Beim Stehempfang unterhielt die New Orleans Jazz Band „Jambalaya“ mit Frontmann Michael „Fisch“ Maisch.

 



Wochenblatt Redakteur @: Ute Mucha