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Gemeinde legt Rücklagen in Bausparvertrag an

Symbolbild Rathaus
Symbolbild Rathaus

Negativzinsen sollen damit vermieden werden

Rielasingen-Worblingen. Die Gemeinde Rielasingen-Worblingen schließt einen Bausparvertrag über 2 Millionen Euro ab, um damit die Zahlung von Negativzinsen, im Fachjargon „Verwahrentgelt“ bei den Banken zu vermeiden. Kämmerin Verena Manuth erläuterte in der Sitzung, dass die die Rücklagen schon länger als Festgeld bei den Banken geparkt hatte in der Hoffnung auf einmal wieder ansteigende Zinsen. Das sei aber nicht der Fall gewesen, so dass sie auf die Suche nach einer Alternative gegangen sei. Ein Allheilmittel sei das freilich nicht, betonte die Kämmerin, denn die mit den Verträgen verbundenen Bausparkredite seien mit relativ kurzen Tilgungszeiträumen verbunden, die deutlich unter den für Gebäude liegenden Abschreibefristen von meist 50 Jahren lägen. Deshalb könne man auch nur einen Teil der Rücklagen auf diese Weise anlegen. Vier Modelle wurden angefragt bei Bausparkassen, als für die Gemeinde am günstigsten habe sich der Tarif Classic Plus bei der LBS mit einer Tilgungsdauer von 11 Jahren wie die Kämmerin vorrechnete.

Derzeit zahlt die Gemeinde 0,3 Prozent Negativzins bei der Volksbank und 0,4 Prozent Negativzins bei der Sparkasse, mit einem Bausparvertrag wäre immerhin noch ein positiver Zins von 0,1 Prozent möglich, so Manuth. Der Darlehenszinssatz würde bei 1,95 Prozent liegen. „Was in fünf Jahren an Sollzinsen auf dem Markt ist, kann noch niemand sagen“, so Manuth. Für die Bausparsumme von zwei Millionen Euro wird die Gemeinde nun 800.000 Euro einzahlen. Das wurde mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen vom Gemeinderat befürwortet.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler