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Geschwungene Autowelt der 1920er und 1930er Jahre

Erdmann Rossi MAC
Ein Star unter den Automobilen der Erdman Rossi Sammlung: ein Bentley in ganz eigener Form. swb-Bild: MAC Museum

MAC präsentiert Erdmann & Rossi Sammlung und »Sleeping Beauty« Fotografie

Singen.  Geschwungene Linien, wohldurchdachte Proportionen und reinste Finesse zeichnen die Karosserien der Firma Erdmann & Rossi aus, die ab Sonntag, 27. September, im MAC Museum Art & Cars in Singen zu sehen sein werden.

Die exklusive Auswahl an elf Fahrzeugen stammt aus der Sammlung des litauischen Unternehmers Saulius Karosas (1958 –2019). Karosas war in Oldtimer-Kreisen als bedeutender Sammler seltener Vorkriegsfahrzeuge bekannt und galt bis an sein Lebensende als treuer Freund der Berliner Nobelschmiede.

Als führender Hersteller im deutschen Karosseriebau mit einer prominenten Kundschaft – darunter Werner von Siemens, Kronprinz Wilhelm und viele mehr –erschuf das Unternehmen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts individuelle Karosserien unter anderem für Mercedes, Horch (später Audi), Maybach und Rolls-Royce.

Die Konstrukteure von Erdmann & Rossi passten sogar einige Bentleys, die eigentlich den konservativen britischen Stil repräsentieren, an den typischen deutschen Sportwagenstil an.

Somit sind die Fahrzeuge, die im MAC MuseumArt & Cars zu sehen sein werden, ein perfekter Spiegel der Blütezeit der Mechanik und des Autobilismus der 20er und 30er Jahre.

Zusammen mit den Nobelkarosserien von Erdmann & Rossi zeigt das Museum  außerdem vier weitere Fahrzeuge aus der Sammlung Saulius Karosas.Die Edelkarosserien werden von einer geschickt kuratierten Gesamtausstellung umrahmt, die das Lebensgefühl der Großstadt Berlinder 1920er und 1930er Jahre transportiert. So führt die Ausstellung „Nobelkarosseriender 20er/30er Jahre –Erdmann & Rossi –Sammlung Saulius Karosas“ den Besucher zurück in die Zeiten der ausgehenden „Roaring Twenties“ und in Zeiten von Autos, die fernab der Massenproduktion entstanden.

Für die 15 Luxuskarosserien aus der Sammlung von Saulius Karosas bilden ausgewählte Fotografien einen würdevollen Rahmen. So unterschiedlich sie auch sein mögen, stellen sie doch alle einen Bezug zu den Fahrzeugen und ihrem Hersteller, zur Stadt Berlin oder zu der Zeit her, in der die automobilen Preziosen entstanden sind.

Die Reihe „Sleeping Beauties“ –schlafende Schönheiten –des Rosenheimer Fotografen Herbert W. Hesselmann (1946-2011) zeigt heruntergekommene Schönheiten auf Rädern. Im ersten Obergeschoss sind im Südturm und im Nordturm zahlreiche Bilder aus der Geschichte von Erdmann & Rossi zu sehen, die einenhervorragenden Eindruck der Berliner Luxuskarosserieschmiede und ihrer Zeitvermitteln.

Sie werden begleitet von den Motiven zweier bekannter Berliner Fotografen der 1930er Jahre: Otto Max „Umbo“ Umbehr (1902-1980) und Martin Höhlig (1882-1948). Fotograf und Fotoreporter Umbo galt als einer der innovativsten Künstler seiner Zeitund ist im MAC 2 mit sechs faszinierenden Aufnahmen vertreten. Von Martin Höhligzeigt das MAC Museum Art & Cars Bilder aus dem Buch „Die Weltstadt im Licht“, dessen Aufnahmen zwischen 1925 und 1932 entstanden.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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