- Anzeige - (Wochenblatt-Werbung wirkt)

Gleich sechs Inklusionspreise zum Start

Inklusionspreis
Ganz schön stattliche Zahl an Preisträgen kam bei der ersten Verleihung des Inklusionspreises im Kreistag zusammen, denn viele der ausgezeichneten Projekte hatten ihrer Mitmacher gleich mitgebracht. In der Mitte Initiator Oswald Ammon und Landrat Frank Hämmerle, der sie symbolischen Schecks übergab. swb-Bild: of

Feierliche Verleihung im Kreistag am Montag

Konstanz. Seit zwei Jahren ist Oswald Ammon als Beauftragter für Menschen mit Handicaps und Behinderung im Amt, eines seiner ersten Werke war die Initiierung eines Inklusionspreises durch den Landkreis, der in diesem Mai klar durch den Landkreis auf den Weg gebracht wurde. Am Montag konnte er erstmals verliehen werden an gleich sechs Projekte. Ammon selbst hielt die Laudatio und zeige sich zufrieden:  13 Bewerbungen habe es gegeben, aus der eine Jury die sechs preiswürdigen Projekte aus den Bereichen Arbeit/Schule und Freizeit ausgesucht wurden. Freilich sei so etwas nur ein Schritt, dem viele weitere folgen sollten. „Inklusion ist ein Marathon, einer der nie aufhört.“

Der erste Preis geht an den Architektur Spaett aus Konstanz, dass einen Arbeitsplatz für einen Menschen mit Behinderung geschaffen hat, mit einem Frühstücksservice für die 15 Mitarbeiter. Kooperationspartner ist die Caritas Konstanz. Mit dem Selbsthilfenetzwerk Kommit und dem ZfP Reichenau wurde durch Dennis Riehle und Kerstin Kuhny das Projekt „Verrückt? Na und!“ auf den Weg gebracht, das Schülern die Möglichkeit gibt, sich von Betroffenen selbst informieren zu lassen, was jungen Menschen einen Weg in die Teilhabe der Gesellschaft ermögliche.

Ein weiterer Preis geht an die Musikschule Stockach unter dem Titel „Inklusion für immer“, bei dem zum 40. Geburtstag der Musikschule diese auch für Menschen mit Behinderung geöffnet wurde, sogar mit Option auf das Orchester, dank zusätzlicher Ausbildung der Fachlehrer. Sieglinde Hubov und Katja Stolz nahmen den Preis in Konstanz entgegen. Das Projekt Stadtfest der Caritas Singen-Hegau, bei dem Menschen rund um die „Heimatbühne“ auf dem Fest drei Tage jeweils in unermüdlichem Einsatz sind, um die Gäste zu bewirten, wurde ebenfalls mit einem Preis bedacht. Wolfgang Heintschel und Martina Kaiser nahmen den Preis entgegen. Die Initiativgruppe „Unbehindert miteinander leben“, die schon seit 2007 mit ehrenamtlichen Helfern Sport- und Spielnachmittage in Stockach  organisiert, war ein weiterer Preisträger, wie auch das Projekt „wir – na und“ bei denen 12 Personen – mit und ohne Behinderung - unter den Fittichen der Caritas Konstanz im Marienhaus zusammen kommen, um unter anderem um gemeinsam zu singen, was bei der Preisverleihung für den Kreistag zum Mitsingen mit Leidenschaft zelebriert wurde. Insgesamt war der Inklusionpreis mit 6.000 Euro dotiert.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler