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Grandiose Laune mit Heidi und Peter

Mooser Rettiche
Einen Abend voller Musik, närrischem Wortwitz und Tanz erlebten die Besucher beim Bunten Abend der »Mooser Rettiche« im Bürgerhaus in Moos.swb-Bild: uj

»Mooser Rettiche« brillieren beim Bunten Abend

Moos. Rettich, Bülle und Salot, gnueg, gnueg, gnueg, gab es wieder am vergangenen Samstag im Mooser Bürgerhaus beim traditionellen und beliebten bunten Abend der »Mooser Rettiche«. Deshalb durfte sich Narrenpräsidentin Sandra Hugenschmidt auch über den vollbesetzten Saal freuen, als sie zahlreiche Ehrengäste auf ihre äußerst humorvolle Art begrüßte und damit alle gleich zu Beginn bestens auf das fast fünfstündige Programm einstimmte. Den Abend moderierten Heidi Bruttel und Sylvia Massler als Heidi und Peter. Nachdem zunächst die jüngsten Rettichsamen schon mit Feuereifer ihr Können beim Feuerwehrmanntanz gezeigt hatten, berichtete der elfjährige Tizian Eschbach »D’Katz isch fort« und beeindruckte wortgewandt und mit einer grandiosen Mimik das »mitleidende« Publikum. Claudia Wolf und Heidi Bruttel trafen sich traditionell beim Kirchstroßbänkle zum Dorftratsch. Bei den Gästen blieb kein Auge trocken, als sie vom Höriumzug, dem 20-Kilo-Kürbis, vermissten Geldbeuteln, Wanzen im Rathaus, nächtlichen Mooser Verfolgungsjagden, Brandblasen auf Fiedlebacken oder der zertifizierten Höribülle berichteten. Auch Landvogt Manfred Knopf hatte an diesem Abend viel zu tun, als er insgesamt sechs silberne und vier goldene Verdienstorden, drei silberne und vierzehn goldene Ehrennadeln an langjährig verdiente Narren vergab. Der Höhepunkt dabei war jedoch für jede Dame ein Kuss des Landvogts. Die Elfer versuchten, als SOKO Moos die vielen rätselhaften Vorfälle aufzuklären, doch die Moral von der Geschichte war »außer Spesen nichts gewesen und dank SOKO Moos ist in Moos immer was los.«
Die Lachmuskeln des Publikums wurden an diesem Abend besonders strapaziert, als die schrillen Höriperlen sich in Trauer gekleideten Damen präsentierten und dabei vom nicht ganz freiwilligen Ableben ihrer Gatten berichteten, es mit hervorragend witziger Pantomime beim Kinobesuch eines verliebten Pärchens so richtig eng zur Sache ging, Nici Eschbach über den Klimawandel ihres Körpers schwadronierte und allerlei Intimitäten ausplauderte, die urkomischen Rollator-Damen zum rockigen Tanztee luden und die Marktweiber über ihre Schwangerschaft klagten und sich beim Tanz fragten: »Warum ist Gott so gemein? Er schuf uns mit Dellen am Popo und Bein – Cellulite!«. Rundum war es mal wieder ein gelungener bunter Abend, der den Appetit auf noch mehr Fasnetrettich anregte.

Wochenblatt Redakteur @: Matthias Güntert