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Grippewelle ist im Landkreis angekommen

Symbolbild

Allerdings gibt es derzeit noch viel weniger Fälle als vor einem Jahr

Kreis Konstanz. Im Landkreis Konstanz haben in den vergangenen Wochen die Grippefälle deutlich zugenommen. Dies entspricht dem landesweiten Trend, so eine Mitteilung aus dem Landratsamt. Seit Jahresbeginn wurden dem Amt für Gesundheit und Versorgung 17 Fälle gemeldet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 32 Fälle. Gemeldet werden dem Gesundheitsamt jedoch nur die Fälle, die durch eine Laboruntersuchung bestätigt wurden. Die Zahl der tatsächlich Erkrankten ist also wesentlich höher.

 

Die Monate Januar und Februar sind erfahrungsgemäß besonders betroffen. Grippewellen kursieren in der Regel über etwa acht bis zehn Wochen. Die für Grippe typische Beschwerdesymptomatik beginnt plötzlich, zumeist mit Fieber, trockenem Reizhusten, Muskel- und/oder Kopfschmerzen. Weitere Symptome können allgemeine Schwäche, Schweißausbrüche, aber auch Übelkeit/Erbrechen und Durchfall sein. 

Die Krankheitsdauer liegt in der Regel bei fünf bis sieben Tagen, kann aber in Abhängigkeit von Komplikationen und Risikofaktoren auch deutlich länger sein. Personen mit Vorerkrankungen sollten zeitnah ihren Hausarzt konsultieren. 

Um einer Ansteckung aus dem Wege zu gehen, ist ein näherer Kontakt zu Erkrankten nach Möglichkeit zu vermeiden. Wer selbst erkrankt ist, sollte am besten in die Armbeuge husten – nicht in die Hand, und nicht offen in den Raum. Die Grippeerreger können auch indirekt durch Kontakt über kontaminierte Hände wie zum Beispiel beim Händeschütteln weiterverbreitet werden. Eine Händehygiene gilt es daher strikt einzuhalten. Während der Grippezeit ist es ratsam, mehrmals täglich die Hände zu waschen.

Den besten Schutz vor Ansteckung bietet eine Grippeschutzimpfung. Zu den Personen, denen die Ständige Impfkommission (STIKO) dringlich eine Impfung empfiehlt, gehören:

Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch ein Grundleiden wie zum Beispiel:

chronische Krankheiten der Atmungsorgane

chronische Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten

Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten

chronische neurologische Krankheiten wie z. B. Multiple Sklerose mit durch Infektionen ausgelösten Schüben

angeborene oder später erworbene Störungen des Immunsystems, wie eine HIV-Infektion

Menschen, die 60 Jahre und älter sind

Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen

Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei zusätzlichen Gesundheitsrisiken schon ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel

Personen mit stark erhöhtem Risiko, sich anzustecken (z. B. Personal in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr oder Beschäftigte im medizinischen Bereich mit Patientenkontakt)

Personen mit erhöhter Gefährdung durch direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln

Kontaktpersonen von Risikopatienten, bei denen mit einer reduzierten Wirksamkeit von Grippeimpfungen zu rechnen ist, wie z. B. bei Dialysepatienten oder Patienten mit Immunschwäche.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler