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Grüne stehen hinter den Gemeinschaftsschulen

GMS Nese Erikli
Nese Erikli (MdL der Grünen), Sandra Boser, bildungspolitische Sprecherin der Grünen, und Angelika Haarbach, Rektorin der Ratoldus-Gemeinschaftsschule, im intensiven Gespräch.swb-Bild: gü

MdL Nese Erikli lud zum Input-Fachgespräch

Radolfzell. Nese Erikli durfte am vergangenen Freitag wieder die Schulbank drücken. Nicht um zu lernen, vielmehr lud die Landtagsabgeordnete der Grünen zu einem Input-Fachgespräch zum Thema Gemeinschaftsschulen in die Ratoldus-GMS nach Radolfzell ein. Dabei machte Erikli vor allem deutlich, wie wichtig moderne Räumlichkeiten für das Lernen und die Entwicklung der Kinder seien. Sie verdeutlichte aber auch, dass eine neue Schulform - und zu diesen zähle die GMS auch noch fünf Jahre nach ihrer Einführung - Zeit brauche. »Diese Schulart wird zur Zeit zu unrecht kritisiert«, betonte Erikli.
Derzeit gibt es im Land mehr als 300 Gemeinschaftsschulen, mehr als 50.000 Schüler besuchen diese Schulart und mehr als 6.500 Lehrer unterrichten an einer GMS. Für Erikli sind die Gemeinschaftsschulen deshalb auch ein wichtiger Indikator wenn es um die Inklusion geht. »Rund die Hälfte der inklusiv beschulten Kinder auf weiterführenden Schulen geht auf eine GMS«, sagt sie.
Sandra Boser, bildungspolitische Sprecherin der Grünen, die dem Fachgespräch ebenfalls beiwohnte, sieht in der GMS ein fünfjähriges Erfolgsmodell. Dies verdeutlichen auch die guten Abschlüsse landesweit. »Die Ergebnisse der mittleren Abschlüsse an den Gemeinschaftsschulen zeigen: Der Weg des gemeinsamen Lernens führt zum Erfolg. Den Starterschulen ist es gelungen – trotz einer zu Beginn leistungsschwächeren Schülerschaft im Vergleich zu den Realschulen - ganz ähnliche oder teilweise sogar deutlich bessere Ergebnisse zu erzielen. Das zeigt: Das Lernumfeld der Gemeinschaftsschulen bietet ihren Schülern optimale Bedingungen für den Bildungsaufstieg. Die große Stärke der Gemeinschaftsschulen ist es, dass die Lehrer jeden Schüler individuell im Blick haben. In keiner anderen Schulart ist die Begleitung des einzelnen Schülers so intensiv wie hier.« Erikli ergänzte, dass die Grünen in Baden-Württemberg nach wie vor - und vor allem trotz aller Kritik - hinter den Gemeinschaftsschulen im Land, die sich mittlerweile in Baden-Württemberg als eigenständige Schulart etabliert haben und erste Erfolge vorweisen können stehen. »Ich bin überzeugt davon, dass die Gemeinschaftsschulen ihren erfolgreichen Weg weiter gehen werden.«
Worte die in der Ratoldus-GMS und bei Rektorin Angelika Haarbach gerne vernommen wurden. Ihr Appell in dieser Sache: »Lasst uns einfach unsere Arbeit machen. Das ständige In-Frage-Stellen hindert uns nur an unserer Arbeit uns damit auch an der positiven Entwicklung unserer Schüler!«

Wochenblatt Redakteur @: Matthias Güntert