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Günther Oettinger ist der neue Alefanz

Oettinger
Im Bild bei der Verleihung: Carola Schäpke (1. Vorsitzende Museumsverein), Günther Oettinger, Michael Fuchs (Präsident Museumsverein). swb-Bild: Lechler

Hegauer Doppel für den ehemaligen EU-Kommissar und MP

Orsingen-Nenzingen. Ein Hegauer Doppel hatte der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident und EU-Kommissar bis letzten November, Günther Oettinger, am Freitagabend. Denn zunächst war er Ehrengast und Festredner beim Neujahrsempfang in Eigeltingen. Und wenig später schon hatte er im Holzgang des inzwischen ehemaligen Fastnachtsmuseums auf Schloss Langenstein seinen nächsten Auftritt.

Dort wurde er von der Cumpaney des Museumsvereins auf Vorschlag der "Loschore" feierlich zum "Alefanz 2020" gekürt. Nach Erwin Teufel ist es der zweite Ministerpräsident, der hier seinen Auftritt bekam. Teufel brachte es allerdings vor vier Jahren trotz brillanter Rede nur bis zum Laudator für den damaligen Alefanz Werner Endres. 

Oettinger wurde für seine unnachahmliche Art, das schwäbisch in der Politik zu verankern nunmehr gekürt, wie es in der Laudatio hieß. Als "Dialektakrobat" habe er im internationalen Brüssel ein besonderes Alleinstellungsmerkmal gehabt, insbesondere durch sein schwäbisches Englisch, das zum zum Start seiner Europakarriere gar in die weltweiten Schlagzeilen gebracht hatte. Oettinger wurde 2005 bereits einmal ob seines Sprachgebrauchs ausgezeichnet von der "Gesellschaft deutscher Sprache" als "Sprachpanscher des Jahres".

Die mit vielen Seitenhieben auf Oettingers Dialekt und spitzbübischen Charakter gespickte Laudatio hielt Bundestagsmitglied Andreas Jung. Für musikalische Unterhaltung sorgten die A-capella-Gruppe »Die dramatischen Vier« sowie die »Schlossgeister von Schloss Langenstein«.

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Wochenblatt Redakteur @: Marius Lechler