- Anzeige - (Wochenblatt-Werbung wirkt)

Herausforderung bei Null-Sicht

Probe Feuerwehr Bodman
Unter Atemschutz und mit Wärmebildkamera drangen die Wehrleute in die völlig verrauchte alte Volksbank in Bodman im Rahmen der Jahreshauptprobe ein. swb-Bild: of

Großes Publikum bei Feuerwehr-Hauptprobe in Bodman

Bodman-Ludwigshafen. Dichter Rauch drang aus dem alten, zum Abriss verurteilten Volksbankgebäude in Bodman am Samstagnachmittag, deutlich hörbare Schreie von eingeschlossenen Personen drangen bis auf die Straße und signalisierten hier die höchste Alarmstufe. Ein klarer Fall für die Feuerwehr Bodman-Ludwigshafen mit ihren rund 70 aktiven Wehrmännern, die hier vor einem recht großen Publikumskreis eine doch sehr realistische Hauptprobe hinlegen konnte, in der wirklich alle Kräfte gebraucht wurden und im Ernstfall auch Unterstützung auch Stockach hätte angefordert werden müssen.

Schon wenige Minuten nach dem Alarmstichwort war ein erstes Fahrzeug in der von Simon Kaupert moderierten Übung zur Stelle und bereitete unverzüglich unter Atemschutz die Rettung der insgesamt sieben eingeschlossenen Personen vor. Kurz darauf kam der im 50. Jahr seines Einsatz befindliche zweite Löschwagen der Bodmaner Wehr, das alsbald durch einen Mannschaftstransporter ersetzt werden soll. Und wenig später war auch die die Wehr aus Ludwigshafen zu Stelle.

Annahme war, dass durch Überspannung der Brand Ausgebrochen war, der zu einer starken Rauchentwicklung führte, welcher den im Haus befindlichen Personen den Fluchtweg  versperrte. „Bei solchen Sichtverhältnissen hilft nur noch eine Wärmebildkamera“, so Kreisbrandmeister Carsten Sorg, der die von Roland Gotsch geleitete Übung aufmerksam verfolgte. Gleich von drei Seiten drangen die Wehrleute in das Haus vor, während außen der eigentliche Löscheinsatz vorbereitet wurde. Nach einer Viertelstunde waren die Personen, zum Teil auch über eine Leiter, aus dem Haus befreit und das Löschen konnte beginnen.

Bei der großen Hauptversammlung der Feuerwehr im katholischen Gemeindezentrum konnten Rebecca Kaupert, Ingo Jäck und Markus Sauter für 25 aktive Jahre in der Wehr geehrt werden. In seiner Bilanz ging Kommandant Steffen Bretzke auf die enorme Einsatzdichte und die Belastung des letzten Jahrs ein, zu dem die wiederholten Hochwassereinsätze am Neubaugebiet und in der Folge im Ortskern Ludwigshafen einen markanten Punkt bildeten. Thema war auch der durch ein externes Unternehmen erstellte Feuerwehrbedarfsplan für die Doppelgemeinde, im Zuge dessen eine Alterslücke bei der Bodmaner Wehr ausgemacht wurde. Hier soll das diesjährige Jubiläum dazu dienen, neue ehrenamtliche Kräfte zu gewinnen.

Mehr Bilder gibt es in der Galerie.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler