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»Hereinspaziert« zu Evergreens und Filmmusik

Frauenchor Singen
Der Frauenchor Singen bei seinem Auftritt in der Alten Kirche in Volkertshausen. swb-Bild: uj

Frauenchor begeistert bei zwei Konzerten

Singen/Volkertshausen. Stimmungsvoll mit einem »Hereinspaziert« begrüßten am vergangenen Wochenende die rund 50 Sängerinnen des Frauenchors Singen in der Dietrich Bonhoeffer Kirche und in der Alten Kirche in Volkertshausen ihre Gäste. Beide Häuser waren restlos ausverkauft.

In Volkertshausen begrüßte Astrid Kenzler-Haidvogl als 1. Vorsitzende des Volkertshausener Vereins »Alte Kirche e.V.« die Anwesenden, zusammen mit Dorit Schweigger als 1. Vorsitzende des Frauenchors Singen.
Gesamtleiter Siegfried Schmidgall hatte für die beiden Abende ein grandioses Programm zusammengestellt. Kurzerhand nahm er zum Chor ein Projektorchester hinzu und lud den Kulturpreisträger der Stadt Singen Markus Störk als Solisten ein.

Die Sängerinnen begeisterten stimmgewaltig in einem rund zweistündigen Programm und präsentierten Filmmusik und Evergreens. Mit ihrem dynamischen Auftakt brachten Sie das Publikum mit »Mit Musik geht alles besser« oder »Wochenende und Sonnenschein« auf Hochtouren.

Das für die zwei Abende zusammengestellte zehnköpfige Orchester unterstütze anschließend im Themenblock der »West Side Story« von Leonard Bernstein den Chor in idealer Weise. Musikkenner durften sich über die in unserer Region namhafte Besetzung freuen, die die unvergessenen Stücke wie das ohrwurmverdächtige Stück »Tonight« oder »irgendwo und wann« mit viel Geist und Spielfreude begleiteten. Erwartungsgemäß beeindruckte der Solist Markus Störk im besonderen Maße. Alle Glücksgefühle der Welt legte er in einziges Wort: »Maria«, das für ihn den schönsten Klang der Welt hatte.

Sein einzigartiges Talent brachte Störk bei »Wenn ich einmal reich wär« zur Schau. Seine Stimme, die ausstrahlende Lebensfreude und Mimik dürfte einzigartig sein. Bei diesem Stück übernahm Siegfried Schmidgall die Klavierbegleitung, die ansonsten Siegfried Zielke innehatte.

Nach der Pause ging es agentenhaft spannend weiter, mit Martini, geschüttelt und nicht gerührt. In atemberaubender Spiel- und Gesangsweise zogen die James-Bond-Filme »Goldfinger«, »In tödlicher Mission« und »Skyfall« durch die Köpfe der Zuschauer. Als schließlich Störk das »Ehrenwerte Haus« von Udo Jürgens sang, gab es beim Publikum kein Halten mehr. Abgerundet wurde der Abend durch Stücke aus »Frau Luna«, ursprünglich eine Operette, von Paul Lincke. Kein besseres Stück hätte der Chor sich aussuchen können mit dem Ohrwurm »O Theophil« oder »lasst den Kopf nicht hängen«. Markus Störk erhielt zudem Unterstützung von der Chorsängerin Christa Mäder, die mit Charme und Mimik dem Solisten in nichts nachstand. Das Publikum war nicht mehr zu halten bei »Das macht die Berliner Luft«.

Während in Volkertshausen in der alten Kirche der Chor keine Anlagenverstärkung erhielt, sondern lediglich die Solisten über Mikrofone und Lautsprecher sangen, wurde in Singen in der Dietrich Bonhoeffer Kirche die komplette Anlagentechnik genutzt. »Das hat ganz unterschiedliche akustische Eigenschaften und Wirkungen«, erzählte der Dirigent und Gesamtleiter Schmidgall dem WOCHENBLATT. »Beides hat unglaublichen Charme«. Die Begeisterung des Publikums gibt ihm recht.

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Wochenblatt Redakteur @: Stefan Mohr