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Hohenfelser Abwasserprojekt kurz vor dem Abschluss

Kläranlage Hohenfels
Am Ziel angekommen ist nach vier Jahren das Abwasserprojekt der Gemeinde Hohenfels. swb-Bild:of

Umbau des Mischwassersystems bis zum Klärwerk in Liggersdorf wurde abgenommen

Hohenfels. Da durfte nicht nur symbolisch am Freitag in Hohenfels auf der Kläranlage angestoßen werden. Nach rund vier Jahren Planungs- und Umsetzung konnte dort das Abwasserprojekt mit der technischen Abnahme der neuen dort gebauten Anlage zur Vorklärung der Abwassers das ganzen Gemeinde abgeschlossen werden. Wie Bürgermeister Florian Zindeler zum freudigen Anlass informierte, wurden hier rund 2,4 Millionen Euro investiert. Die Gemeinde bekam für das Projekt Fördermittel über 1,05 Millionen Euro.

Man habe sich baulich von oben nach unten bewegt, sagte Günter Schober, Bauhofleiter In Hohenfels. Die Abwässer, die hier im Mischsystem abgeleitet werden, können nun dank der Investition per Fernsteuerung in der Zentrale der Abwasserzweckverbands auf der Kläranlage in Bodman kontrolliert werden, was auch im Falle größerer Regenereignisse wichtig ist. In der Abwasserleitung gebe es nun sogar eine "Anaconda", sprich eine pneumatische Durchflussregelung, die den Abwasserstrom schon vor dem Eintreffen zier zur Kläranlage puffern könnte, so Carsten Bucksch vom Abwasserzweckverband Stockacher Aach. Sogar Kameras können hier nun zum Einsatz kommen um die Abläufe besonders nach größeren Regenereignissen zu kontrollieren, ohne dass eine Kontrollfahrt von der Kläranlage nach Hohenfels vorgenommen werden müsste, wie beim Testtermin informiert wurde.

Das gesammelte Abwasser wird in der umgebauten ehemaligen Kläranlage nun mechanisch gereinigt und über einen Sammler an die Kläranlage nach Bodman weitergeleitet. Im Fall von größeren Regenereignissen kann nun ein System on Regenüberlaufbecken greifen, um die Flutwelle zu mildern. In Liggersdorf, dem tiefsten Punkt des Hohenfelser Abwasserneztes stehen in den beiden Becken rund 500 Kubikmeter Stauvolumen zur Verfügung. Erst nachdem diese Becken gefüllt sind, und die Abwässer durch den Regen auch entsprechende verdünnt sind, wird überschlägiges Wasser in den Kolberbach abgeleitet, der in die Mahlspürer Aach mündet.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler