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Impfzentrum am Start

Symbolbild
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Das Wochenblatt Corona-Update zum Wochenende

Landkreis Konstanz. Am Freitag ging das Kreisimpfzentrum (KIZ) in der Singener Stadthalle an den Start. Früher als die anderen Kreisimpfzentren, denn durch eine technische Panne auf der Anmeldeseite hatten sich bereits Menschen für einen Termin registrieren können. Wie im Vorfeld mitgeteilt worden war sind es rund 80 Personen, die am Freitag im Kreisimpfzentrum nun die erste Impfdosis verabreicht bekamen. Ab dem 19. Januar soll die Anmeldung zur Impfung dann tatsächlich regulär möglich sein, entweder telefonisch unter 116 117 (mit Warteschleife) oder über www.impfterminservice.de. Indessen gehen die Impfangebote in den 36 Pflegeheimen des Landkreises etwas schleppender voran als ursprünglich geplant. Auf Nachfrage des Wochenblatts teilte die Pressestelle des Landratsamts mit, dass in den Pflegeheimen bisher 380 Bewohner und Mitarbeiter geimpft werden konnten.

Ein Fragezeichen ist noch immer mit der Belastbarkeit der offiziell gemeldeten Corona-Zahlen verbunden. Immer wieder war zu lesen, dass die Daten aufgrund der Feiertage über Weihnachten und zum Jahreswechsel schwer zu interpretieren seien. »Wir rechnen damit, dass die Zahlen ab nächster Woche wieder belastbar sind. Das Gesundheitsamt hat weitestgehend durchgearbeitet und aktuelle Zahlen übermittelt. Aufgrund der Feiertage und eventuellen Urlaube konnte es seitens des Landesgesundheitsamtes zu Verzögerungen kommen«, heißt es aus der Pressestelle des Landratsamts.

Die aktuelle Lage

Am Freitag meldete das Landratsamt 568 aktuell positiv auf das Virus getestete Personen im Landkreis Konstanz. Am Freitag vor einer Woche waren es 536. Während die Sieben-Tage-Inzidenz damals bei 76,8 lag ist diese innerhalb der vergangenen Woche deutlich gestiegen und liegt nun bei 118,1. Das ist allerdings immer noch weniger als der Bundesdurchschnitt von 146,1 und der Landesdurchschnitt von 131,2. Vonseiten der Politik wurde immer wieder betont, dass dieser Wert auf unter 50 sinken muss, bevor es zu Lockerungen der Corona-Maßnahmen kommen kann.

Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis Konstanz 171 Todesfälle registriert, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Damit sind im Landkreis seit dem vergangenen Freitag 24 weitere Menschen mit oder an Covid-19 verstorben. 53 Personen befinden sich laut Angaben des Landratsamts aktuell in stationärer Behandlung.

Hohe Positivquote

Auffällig war in den Daten, die das Landratsamt veröffentlicht in den vergangenen Wochen die relativ hohe Positivquote. Lag diese relativ lange im einstelligen, beziehungsweise niedrigen zweistelligen Prozentbereich wurde für Kalenderwoche 1 ein Wert von 25 Prozent vermeldet. Das heißt, dass ein Viertel aller durchgeführten Corona-Tests positiv ausgefallen ist. Dies schreibt das Gesundheitsamt allerdings vor allem der Tatsache zu, dass insgesamt weniger Tests durchgeführt wurden und wenn dann vornehmlich bei Personen, die auch wirklich Symptome aufgewiesen haben. Somit erkläre sich die höhere Trefferquote, erklärt das Landratsamt gegenüber dem Wochenblatt.

Kein eigenes Impfzentrum für Stockach

Bisweilen für Verwirrung sorgte das Gerücht, die Stadt Stockach wolle oder solle ein eigenes Impfzentrum für ihre Bürgerinnen und Bürger einrichten. Bürgermeister Rainer Stolz dementierte dies auf Anfrage des Wochenblatts. Er könne sich jedoch vorstellen, dass ein mobiles Impfteam Station machen könnte, um in Serie weniger transportfähige Patienten zu besuchen, wenn bis zu diesem Zeitpunkt nicht die Hausärzte schon selbst impfen könnten.

Entwarnung im Helianthum

Nachdem im Dezember Covid-19 Fälle im Steißlinger Pflegeheim Helianthum aufgetreten waren, vermeldete die Einrichtung diese Woche, dass das Infektionsgeschehen im Haus gestoppt werden konnte und Besuche wieder möglich sind. »Alle Angehörigen, Dienstleister und sonstige Personen, die zu uns kommen, müssen vor Betreten des Gebäudes einen Corona-Schnelltest machen, der vor Ort durchgeführt wird. Derzeit laufen in unserem Haus die Vorbereitungen für die Impfung gegen Covid-19. Wir gehen davon aus, dass unseren Hausgästen und Mitarbeitenden zeitnah eine Impfung ermöglicht wird«, teilt die Leitung der Einrichtung in einem Infoschreiben mit.

Bürgermeister besorgt

In einem Schreiben an die Presse zeigte sich der Mooser Rathauschef Patrick Krauss am Donnerstagnachmittag besorgt über den Anstieg an positiven Tests innerhalb der Gemeinde. Er ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, sich strikt an die Regeln zu halten und die persönlichen Kontakte wirklich so weit wie möglich einzuschränken. »Beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf das unvermeidbare Minimum! Mir ist bewusst wir schwer das ist, aber es muss sein, um Leben zu retten!«, so Krauss. Der Anstieg der Zahlen hänge nicht mit einem Ausbruch in einer Einrichtung zusammen, betont der Bürgermeister.

Die Lage in den einzelnen Gemeinden

So viele positiv getestete Personen meldete das Landratsamt aktuell insgesamt pro Gemeinde am Freitagnachmittag, in Klammern der Stand vom Freitag der Vorwoche:

Aach: 5 (4)

Allensbach: 13 (11)

Bodman-Ludwigshafen: 3 (4)

Büsingen:  4 (1)

Eigeltingen:  4 (5)

Engen: 48 (48)

Gaienhofen: 22 (19)

Gailingen: 3 (0)

Gottmadingen: 48 (36)

Hilzingen: 14 (26)

Hohenfels: 1 (2)

Konstanz: 117 (98)

Moos: 8 (6)

Mühlhausen-Ehingen: 10 (7)

Mühlingen: 5 (3)

Öhningen: 5 (5)

Orsingen-Nenzingen: 1 (4)

Radolfzell: 38 (49)

Reichenau: 0 (0)

Rielasingen-Worblingen: 17 (17)

Singen: 147 (155)

Steißlingen: 8 (4)

Stockach: 34 (23)

Tengen: 8 (8)

Volkertshausen: 5 (1)

 

Wochenblatt @: Dominique Hahn


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