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„Inklusives Hospiz-Speise-Team“ gewinnt den Inklusionspreis

Inlkusionspreis
Hauptpreisträger der Ausschreibung ist das „Hospiz-Speise-Team“ des Caritasverbandes Singen-Hegau e. V. Das Bild wurde im Sommer aufgenommen nach durchgeführten Schnelltestungen. swb-Bild: Caritas Singen-Hegau

Trotz Corona-Einschränkungen konnten vier Preise vergeben werden

Kreis Konstanz. Der Kreistag des Landkreis Konstanz verleiht jährlich einen Inklusionspreis in den Kategorien „Wohnen“, „Bildung/Arbeit“ und „Freizeit“. Als Preisgeld stehen insgesamt 6.000 Euro zur Verfügung. Den ersten Platz erreichte der Caritasverband Singen mit seinem Projekt „Inklusives Hospiz-Speise-Team“ dotiert mit 3.000 Euro.

Trotz erschwerter Bedingungen im vergangenen Jahr sind einige kreative Bewerbungen bei der Geschäftsstelle des Inklusionspreises eingegangen, so dass die Jury die Qual der Wahl hatte. Die Jury besteht aus dem Dezernenten für Soziales und Gesundheit, dem Behindertenbeauftragten und je einem von dem im Kreistag vertretenen Fraktionen benannten Vertreter. Auf Vorschlag der Jury wurden im Jahr 2020 folgende vier Preisträger ausgewählt:

Caritasverband Singen mit dem Projekt „Inklusives Hospiz-Speise-Team“ bekam wie erwähnt den ersten Preis, dotiert mit 3.000 Euro. Ein ehrenamtliches Team von Menschen mit und ohne Behinderung bietet dabei täglich einen Lieferservice mit Mittagessen für das stationäre Hospiz »Horizont« in Singen an. Die Mitmacher wären sonst in diesem Jahr im Cafe und Treffpunkt Horizont im Einsatz gewesen, welches aber aufgrund des Lockdown eine Woche nach der Eröffnung das erste Mal schließen musste in in diesem Jahr bereits eine zwangspause von acht Monaten einlegen musste.

Der zweite Preis ging an die Taxi Müller GmbH Konstanz für das Projekt „Rollstuhl-Inklusionstaxi“ dotiert mit 1.000 Euro. Die Firma Taxi Müller hat aus eigenen Mitteln ihren Fuhrpark um ein Spezialfahrzeug erweitert, um Menschen mit Behinderung einen sitzenden Rollstuhltransport zu er­möglichen.

Der dritte Preis geht an das »Netzwerk Arbeit für Menschen mit psychischen Erkrankungen« mit seinem Projekt „DUOday mit niedrigen Hürden in den Arbeitsmarkt“ dotiert mit 1.000 Euro. Die Netzwerkpartner sind das BTZ Radolfzell, der Caritasverband Konstanz, da Impulshaus Engen, Indigo und ZfP Reichenau. An dem jährlich stattfindenden Aktionstag erhalten Praktikumssuchende mit psychischer Erkrankung sowie Betriebe die Chance, sich gegenseitig kennenzulernen.

Der vierte Preis geht an den Caritasverband Konstanz mit dem Projekt „Inklusion auf dem Arbeitsmarkt in Zeiten von Corona“, dotiert mit 1.000 Euro. Der Fachdienst Betriebliche Inklusion begleitet Menschen mit Behinderung im Rahmen von Praktika auch unter erschwerten Bedingungen.

Teilnahmeberechtigt für den Inklusionspreis sind Vereine, Initiativen, Netzwerke, Selbsthilfe­gruppen, freie und öffentliche Träger, Verbände, Bildungseinrichtungen und Firmen, deren Aktivitäten im Landkreis Konstanz stattfinden. Ziel des Preises ist es, über neue Wege zur Inklusion nachzudenken und das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderung zu schärfen, damit das gemeinsame Leben von Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich wird. „Es sollen Projekte ausgezeichnet werden, die den Prozess der Inklusion auf örtlicher Ebene aktiv fördern“, erklärt Oswald Ammon, Behindertenbeauftragter des Landkreises Konstanz und Initiator des Inklusionspreises.

Leider konnte die Preisverleihung coronabedingt nicht wie üblich in der Sitzung des Kreistages stattfinden. Auch 2021 soll der Inklusionspreis wieder ausgeschrieben und verliehen werden. Hierzu folgen im Mai dieses Jahres nähere Informationen.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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