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»Inklusives Krankenhaus« kommt bestens an

Inklusives Krankenhaus
Die Ehrenamtspruppe "Zweite Hilfe inklusive" bietet "Erste Hilfe" an bei der Krankenhauseinweisung. Links im Bild Martina Kaiser von der Caritas, die das Projekt begleitet. swb-Bild: ly

Erste Bilanz nach einem Jahr mit dem Projekt für Patienten mit Behinderung

Singen. Ein Krankenhausaufenthalt ist auch für Menschen mit Behinderung nicht alltäglich und stellt Betroffene wie auch Personal vor besondere Herausforderungen. Die Menschen und Umgebung sind fremd, man kennt sich nicht aus und ist dazu auch noch krank, hat nicht sein ursprüngliches Zimmer, letzendlich ist alles neu.

Damit der Aufenthalt leichter fällt, führte der Caritasverband Singen-Hegau zusammen mit dem Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz das Projekt "Inklusives Krankenhaus" durch, welches vom Land mit 9.700 Euro gefördert wurde.

Die Projektschwerpunkte lagen dabei in Begleitung, Vernetzung sowie einem Aufbau von Ehrenamt und sozialem Engagement. "Wir sind auf diese Idee sofort aufgesprungen und sahen auch das Potential darin," so der Geschäftsführer des Gesundheitsverbunds (GLKN), Peter Fischer. Sicher ist sich Fischer darin dass der Verbund von dem gemeinsamen Kooperationsprojekt profitieren werde. "Wir sind nicht da um möglichst viel Umsatz zu machen, sondern auf Bedürfnisse einzugehen, speziell auf besondere Gegebenheiten,"informierte Fischer.

Auch Wolfgang Heintschel, Geschäftsführer des Caritasverbandes Singen-Hegau sah das gemeinsame Projekt  für beide Seiten profitabel. Ebenso appellierten die Behindertenvertreter der Stadt Singen sowie ldes Landkreises zu einem besonders achtsamen Umgang dieser Patienten.

Die Projektgruppe traf sich sechs Mal im Jahr 2017 und es begann im Januar mit einem sogenannten Klinikcheck. Neben Barrierefreiheit wurden dabei auch auf "Stolperfallen", Hinweisschilder - zur Optimierung der Orientierung, Fahrstuhlansagen-für Sehbehinderte, sowie auf Brailleschrift (Blindenschrift) geachtet. Dies alles auch in Zusammenarbeit mit dem Caritasprojekt KLARO.

Die Patienten wurden besucht, begleitet, betreut und unterstützt und einfach darauf geachtet den Krankenhausaufenthalt zu erleichtern.Im Rahmen der Weiterführung des Erstprojektes "Inklusives Krankenhaus" wurde aktuell eine Ehrenamtsgruppe "Zweite Hilfe inklusive" gegründet deren Konzept darin besteht "Erste Hilfe" für den Patienten durch die Krankenhauseinweisung erfolgen zu lassen.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler