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InSi will Prinzip »WIR« für Singen

Insi Singen
Der Vorstand von InSi (v.r.): Bernhard Grunewald, die neue Geschäftsstellenleiterin Viktoria Schweiger, Manfred Hensler, Martin Zimmermann und Dietmar Vogeler. swb-Bild: stm

Die Singener Hilfsorganisation bewegte so einiges in ihrem ersten Jahr

Singen. InSi (Integration in Singen) ist seit einem Jahr unter dem Hohen- twiel für Menschen mit Migration auf zehn Handlungsfeldern aktiv und bleibt »unabhängig und unbeirrbar«.

»Singen ist besser, wenn wir gemeinsam handeln«, erklärte Bernhard Grunewald vom Vorstand des Vereins »Integration in Singen« (InSi) im Rahmen eines Medientermins in den Räumen des Hegau-Kulturvereins. Und gemeinsames Handeln scheint bei dem Verein »Integration in Singen« gut umgesetzt zu werden. Das zeigen die Mitgliederzahlen des Vereins, die sich in einem Jahr verdreifacht haben. Aus den 40 Mitgliedern bei der Gründung im Wichernsaal im Mai 2018 sind inzwischen 131 geworden.

Die Vorsitzenden, Manfred Hensler, Dietmar Vogler und Bernhard Grunewald sprechen jedoch einen Wunsch aus, der zentral für InSi stehen soll. Das Wort »Integration« muss abgelöst werden. Stattdessen wünscht sich Hensler, dass das Prinzip »WIR - wahrnehmen, interessieren, respektieren« in das Miteinander unter dem Hohentwiel einfließt.

Auf insgesamt zehn Handlungsfeldern wie Sprache, Wohnen, Arbeiten und Bildung ist der Verein aktiv.
Ein großer Wunsch von Bernhard Grunewald ist es, dass die Fachkräfteallianz unter dem neuen Landrat nicht nur revitalisiert, sondern auch Projektbezogen neu aufgestellt wird. Derzeit gibt es nämlich keinen Zugriff auf einen finanziellen Fördertopf, um Menschen in Arbeit zu bringen. Besonderen Wert legt InSi auf die Teilnahme beim Tag des offenen Handwerks am 17. Mai, der für die VABE-Schüler als Erstkontakt und Sprungbrett in Richtung Ausbildung diene.

Das menschliche Miteinander steht im Fokus des Vereins. Interaktionen mit Organisationen für Migranten sind deswegen gegeben. So gab es beispielsweise schon einen Besuch bei der Muslimgemeinde.

Bereits mit 20 Organisationen ist InSi so in Kontakt getreten und zielt mit seinem monatlichen Café den Austausch mit weiteren an.

Für Samstag, 28. September, kündigt der Verein gar ein gemeinsames Fest der migrantischen Vereine an. Im Herzen der Stadt soll ein Miteinander gefeiert werden. Schließlich werden zwei der Vereine im kommenden Jahr schon stolze 50 Jahre alt.

Erfreulich ist die Entwicklung der Sprachkurse: Im alten Zollhaus werden wöchentlich in acht Kursen etwa 60 Schüler unterrichtet. Ob der Fahrtkosten wünscht sich Dietmar Vogler, dass es für die Sprachlehrer eine Aufwandsentschädigung gebe. Seit dem 1. Februar dieses Jahres wurde ein neues Projekt in Gang gesetzt, bei dem 60 Oberstufenschüler, die meisten davon von der Robert-Gerwig-Schule als Nachhilfelehrer für 80 VAB-Schüler fungieren.

Eines der neuesten Projekte des Vereins ist »TASK - Tandems von Auszubildenden und Studierenden im Landkreis Konstanz«, in denen Studierende an der Universität Konstanz Auszubildenden mit Migrationshintergrund durch Lernbegleitung und Unterstützung in der Berufsschule helfen. Interessenten können sich hierfür direkt in der Universität anmelden. Weitere Infos zu Angeboten und Anmeldung gibt es online unter www.integration-in-singen.de

 

 

Wochenblatt Redakteur @: Stefan Mohr