Hallo und guten Tag
Jede Menge Narren auch außerhalb der Fastnacht

Fasnet, Fasching, Karneval, die Narren treiben ihr buntes Spiel. Meine Regierung war und ist alljährlich Gastgeber der närrischen Dämmerschoppenrunde; von wegen Geheimtipp, das war einmal! Liebe WOCHENBLATT-Leserinnen und -Leser, das hatte sich wohl herumgesprochen und die allerbeste Ehefrau und mein Chef mussten aus Platzgründen die Reißleine ziehen. Ganz altmodisch, aber mit viel Liebe, bastelten die beiden närrische Einladungskarten. Damit wurde das Platzproblem erfolgreich gelöst. Der »harte Kern« der Dämmerschoppenrunde trudelte früher ein und ich rollte mich auf meinem Stammplatz zusammen und spitzte die Ohren. »In diesem Jahr sind nach meinem Eindruck besonders viele Narren unterwegs«, hörte ich Rolf. »Da muss ich dir Recht geben, allerdings fallen die nicht durch schöne Kostüme auf und mit Fasnet haben die auch nichts am Hut. Dabei gehören diese Herrschaften zur sogenannten Elite was immer man darunter auch verstehen soll« antwortete Manfred. »Donald Trump, Benjamin Netanjahu, Recep Tayyip Erdogan, die Liste dieser besonderen Narren lässt sich beliebig verlängern. Alle haben eins gemeinsam: Sie haben mit unserer Fasnet absolut nichts zu tun. Ihre Narreteien haben eine ganz andere Dimension. Donald Trump baut eine Mauer zu Mexiko, er erließ ein Einreiseverbot für Migranten und übersah dabei, dass er damit z. B. auch Abgeordnete befreundeterLänder, Mitarbeiter von Firmen in Amerika oder Sportler nicht mehr einreisen lässt. Tja, so geht das halt mit Schnellschüssen. Vielleicht sollte der Mann erst einmal das Hirn einschalten bevor er ein Dekret unterschreibt. Benjamin Netanjahu wünscht sich, dass die US-Botschaft nach Jerusalem verlegt wird und träumt davon, dass alle Botschaften diesem Beispiel folgen. Klar, Israel sieht Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt, doch die Palästinenser wollen Ost-Jerusalem zur Hauptstadt ihres Staates machen. Deshalb erkennen die meisten Länder Jerusalem als Ganzes nicht als Hauptstadt Israels an. Auch in unserer Republik treiben solche Spezialnarren ihr Unwesen. Im Wattenmeer leben rund 10.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Deshalb steht das UNESCO-Weltnaturerbe unter besonderem rechtlichem Schutz. Dennoch will ein Ölkonzern im Wattenmeer nach neuem Öl suchen. Und die Jungs haben vorgesorgt: Bereits 2008 als es um das Weltnatur-erbe ging, wurden drei Exklaven für eine gewisse Zeit vom Status des Welterbes ausgeschlossen und genau hier wollen die Herrschaften jetzt nach Öl suchen«, zählt Manfred die besonderen Narreteien auf. Was treibt nur die Zweibeiner zu solchem Tun? Aus meiner unmaßgeblichen Sicht auf vier Pfoten erkennt man an den Beispielen klar den Unterschied zwischen närrisch und verrückt. In diesem Sinn bis zum nächsten Mal, Ihr bunter Hund.

Autor:

Redaktion aus Singen

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