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Johann als Kreisvorsitzender wieder gewählt

AWO Kreisverband
Geehrt wurden aus dem Ortsverein Singen: Claudia Rehling (5.v.l.) und Dietmar Johann (2.v.l.), aus dem Ortsverein Gottmadingen: Georg Ruf (1.v.l.), Josef Barth (3.v.l.), Otmar Müller (4.v.l.), Georg Schelle (6.v.l.) und Walter Riedmüller (nicht auf dem Foto, da leider erkrankt). swb-Bild: AWO

AWO hält Kreiskonferenz in der Engener Stadthalle ab

Engen. Am Samstag lud die AWO Kreisverband Konstanz e.V. zu ihrer alle vier Jahre stattfindenden Kreiskonferenz in die Stadthalle nach Engen ein. Auf dem Programm standen unter anderem Neuwahlen des Vorstands, der Bericht über den vergangenen Geschäftszeitraum und eine Satzungsänderung.

„Die Grundwerte der AWO ‚Solidarität, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit‘ haben heute mehr denn je aktuellen Wert. Es ist unsere Aufgabe, jeden Tag dafür zu kämpfen diese Grundwerte mit Inhalten zu füllen“, so der AWO-Kreisvorsitzende Dietmar Johann auf der Konferenz. Die AWO zeichne sich nicht nur durch ihre Werte aus, sondern durch eine hohe Qualität mit eigenem Gütesiegel.

Wie Dietmar Johann schilderte, habe der AWO-Kreisverband derzeit rund 620 Mitglieder, 240 hauptamtlich Beschäftigte und ebenso viele Ehrenamtliche, vor allem in den Ortsvereinen. In den vom Kreisverband betriebenen 58 verschiedenen Einrichtungen gäben alle diese Mitarbeiter*innen und Ehrenamtliche den Wertbegriffen der AWO ein persönliches Gesicht. Dietmar Johann dankte in seiner Rede allen Mitarbeiter*innen, Ehrenamtlichen, dem AWO-Kreisvorstand und vor allem Geschäftsführer Reinhard Zedler für die geleistete Arbeit.

Auch den Kommunen und dem Landkreis galt sein Dank, die durch mehrjährige Abkommen über Dienstleistungen die Grundlage für das gute Miteinander schafften.Geschäftsführer Reinhard Zedler legte den Geschäftsbericht für die Jahre 2014-2018 vor.

„Die Welt brachte in den zurückliegenden Jahren 2014 bis 2018 atemberaubend viele Veränderungen und neue Aufgaben und Krisen mit sich. Wir als AWO haben uns nicht versteckt, sondern Farbe bekannt mit vielfältigen Aktionen, aber auch vor allem in der täglichen Arbeit,“ so Reinhard Zedler.

Im Geschäftszeitraum sei die Mitarbeiterzahl von 204 auf 230 gestiegen. Der 2015 neu gegründete Fachbereich Migration/Flüchtlinge habe sich im Geschäftszeitraum rasant entwickelt. Mit dem Jugendmigrationsdienst und der Asylbewerberbetreuung habe man wichtige Arbeitsfelder erschlossen, die Migrationsberatung ausgeweitet sowie mit den neuen Angeboten Xenia in Konstanz und Respect Coaches in Radolfzell und der Übernahme des Integrationsmanagements in Rielasingen-Worblingen eine wichtige Aufgabe als gesellschaftlicher Akteur übernommen.

Neu auf den Weg gebracht werden konnte das Pflegeheim Jungerhalde in Konstanz, das 2020 eröffnet werden wird. Das bestehende Pflegeheim Emil-Sräga-Haus in Singen liefere stets sehr gute Ergebnisse, was auch der Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK) und die Heimaufsicht regelmäßig bestätigten. Wie Reinhard Zedler erläuterte, habe sich der Umsatz des Kreisverbands von 2014 bis 2018 von 7,1 Millionen Euro auf 9,4 Millionen Euro erhöht. Die Jahresergebnisse hätten sich stabilisiert. Allerdings lägen die Überschüsse zwischen 3,84 % des Umsatzes im Jahr 2017 und 1,74 % im Jahr 2018, was eine recht enge Spanne sei. Die Personalkosten hätten sich aufgrund des Personalzuwachses, aber auch der Tarifsteigerungen, von ca. 4,46 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 6,14 Millionen Euro kontinuierlich erhöht.

Der Geschäftsführer dankte dem Mitarbeiter*innen-Team, allen Ehrenamtlichen und den Vorständen der Ortsvereine und dem Kreisvorstand.Bei den Wahlen zum Kreisvorstand wurde Dietmar Johann erneut als Kreisvorsitzender gewählt. Stellvertreter sind erneut Lars Kiefer und Anke Schlums. Ebenfalls wiedergewählt wurde Claudia Rehling als Schriftführerin.

Einstimmig angenommen wurde eine Satzungsänderung des Kreisverbands, die durch neue Beschlüsse des Bundesverbandes und Änderungen im Satzungsrecht notwendig wurde.Zu Beginn der Konferenz gab es einen Festakt anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der AWO in diesem Jahr.

In seiner Festrede hob der AWO-Bezirksvorsitzende Wilfried Pfeiffer den wichtigen gesellschaftlichen Beitrag hervor, den die AWO in ihrer 100-jährigen Geschichte durch ihren Kampf für eine gerechtere Gesellschaft, die Gleichberechtigung der Frauen und gegen die Stigmatisierung von Armut geleistet habe.

Geehrt wurden aus dem Ortsverein Singen: Claudia Rehling und Dietmar Johann aus dem Ortsverein Gottmadingen: Georg Ruf, Josef Barth, Otmar Müller, Georg Schelle und Walter Riedmüller (nicht auf dem Foto, da leider erkrankt). Weitere Ehrungen gingen an die ausscheidenden Kreisvorstandsmitglieder Wilfried Pfeiffer, Jan Woortemann, Claudia Weber sowie die Revisoren Theo Rüttinger und Roland Messmer.

Die Konferenz endete in guter Tradition mit dem gemeinsamen Lied „Wann wir schreiten Seit an Seit.“

Wochenblatt Redakteur @: Stefan Mohr